Frau Biene
(Symbolbild)

~ Arbeit ~

Unglaublich welch Gesumme, wenn man diese Tage neben einem blühenden Strauch steht. Es scheint, als ob alle Insekten auf den Beinen sind, um den Strauch zu bestäuben und um sich und ihre Familie mit Nahrung zu versorgen … Stellvertretend für all die Insekten im Strauch, unterhalte ich mich mit der Biene vor meiner Nase. Sie ist für das Gespräch bereit, sammelt aber fleißig weiter, während wir uns unterhalten.

Oh, wir lieben es. Die Sammel-Arbeit ist schön. Wir fliegen von Blüte zu Blüte und dann wieder nach Hause in den Bienenstock. Wir sammeln alle gemeinsam und es macht uns viel Spaß … Die Zeit verrinnt und plötzlich ist es wieder Abend.

In der Abendsonne machen wir unseren letzten Flug, ruhen uns in der Nacht aus und fliegen bei Sonnenaufgang wieder los – tagaus, tagein. Jeder hat seine bestimmte Aufgabe und ich bin eine Arbeiterin. Das habe ich niemals hinterfragt. Ich bin eine stolze Arbeiterin und es geht mir gut, es geht uns allen gut.

Und schon ist die Biene weg. Es hat sich angehört, als ob ich mit allen Arbeiter-Bienen gleichzeitig gesprochen habe, als ob alle eins sind bzw. die eine Biene alle ist. Das ist sehr speziell. Leider hatte(n) sie nicht viel Zeit fürs Gespräch …

Wenn ich mich mit meinen menschlichen Gedanken in die Biene versetze, stresst mich das enorm. Wenn ich aber den begeisterten Worten der Biene lausche, meine wertenden Gedanken ausschalte und mich wahrhaftig in sie hinein fühle, hat ihre Arbeit was Meditatives, was Beruhigendes. Sie braucht nicht zu denken, lebt in der Gemeinschaft, ist versorgt und sieht den Sinn in ihrem Tun. Das klingt für mich sehr erfüllend.

Vielleicht sollten auch wir Menschen manche unserer Aufgaben weniger hinterfragen und uns einfach darauf einlassen, ganz in unserer Tätigkeit aufgehen und wissen, dass jede Aufgabe wertvoll ist.

Viel Spaß im Abenteuer Leben!


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