eine philosophische Möwe,
mein heutiger Gesprächspartner

~ Ausdehnung ~

Für alle Neugierigen, die sich seit letzten Sonntag sorgen, ob ich mein schönes HerzAugenBlick-Ritual schon beibehalte: JA, ich mache es und dieses gesprächsbereite Möwen-Männchen findet das auch wunderschön; es sei ein besonderes Gespräch und dafür dürfe ich gerne auch diese besondere Atmosphäre schaffen.
Er wartet geduldig und beginnt, als wir uns im Herzraum treffen:

Ich sehe in die Unendlichkeit. Wo ist das Ende der Welt? Gibt es überhaupt ein Ende?

Auch wenn ich noch so weit auf den Ozean hinaus segle, das Ende der Welt habe ich noch nicht gefunden – und ich suche auch nicht danach.

Viele reden vom Ende und dass es gefährlich sein soll, aber für mich gilt das nicht. Alleine das Werden und Vergehen und wieder Entstehen, also ein Kreislauf der Formwandlung, existiert in meiner Welt.

Wenn ich einen Fisch fange und esse, ist das nicht das Ende des Fisches. Bestimmt hat er ganz viel Nachwuchs, in dem er weiterlebt; sein Körper lebt in mir weiter, gibt mir Energie.

Sogar wenn ich mal in die Fluten stürzen werde, ist dies nicht mein Ende. Mein Körper wird zur Nahrungsquelle für die Fische. Wir haben einfach nur die Rollen getauscht.

So schaue ich in die Weite und spüre: alles ist Energie. Und Energie ist nicht einfach so zu Ende. Energie wandelt sich und tritt in einer anderen Form wieder in Erscheinung.

Wenn ich hier auf der Klippe sitze und einfach ins Nichts starre, herrschen weder Raum noch Zeit. Ich verliere mich, dehne mich aus und werde eins mit der Umgebung, mit dem Wind, mit dem Felsen, mit dem Wasser. Dann weiß ich nicht mal mehr, wo genau das Ende meines Fußes ist und wo der Felsen beginnt.
 ( ( Die Möwe dreht ihren Kopf weg vom Ozean und sieht mich zum ersten Mal an ) )

Nicht denken, einfach nur sein – atmen und sein.
Für mich geht das am besten hier, an genau diesem Ort, wo du mich jetzt besuchst. Das ist mein Philosophen-Felsen …


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