Ein neuer Lebensabschnitt steht bevor: Momentan löse ich mich von Altvertrautem, und ab August bin ich dann „mit leichtem Gepäck“ auf dem Weg – mal hier, mal dort, verweilen und wieder weiterziehen. Frei von festen Plänen, voller Vertrauen, dass das Leben uns führt.
Und in diesem Vertrauen meldet sich Herr Kranich zum Interview.
Auch er kennt den Moment, in dem etwas Neues ruft. Auch er lebt zwischen den Welten, zwischen Abschied und Ankunft, zwischen Altem und Neuem.
Seine Botschaft, poetisch, ruhig und kraftvoll, erinnert uns daran, dass das Leben nicht am Ziel geschieht, sondern unterwegs.
Wir sind grad startklar und bald wieder in der Luft, zum Tanz mit dem Wind. Wir sind Reisende, unser Leben ist nicht an einen Ort gebunden – es entfaltet sich auf dem Weg, im Dazwischen, im Wandel, im Unbekannten und Vertrauten, im Kommen und Gehen.
Jahr für Jahr brechen wir auf, ziehen weiter, gleiten über Länder, über Landschaften, die sich mit den Jahreszeiten verändern.
Der Zug beginnt nicht plötzlich. Er wächst heran. Es ist ein Gefühl, das sich leise in die Brust legt, ein Drängen im Innersten, "es wird Zeit weiterzuziehen" …. Die Tage werden kühler, das Licht verändert sich, und in jedem von uns beginnt dieser leise Gesang – eine Melodie aus Erinnerung und Sehnsucht.
Dann heben wir uns in die Luft, nicht allein, sondern gemeinsam. Wir sind ein ganzer Schwarm, ein einziges lebendiges Wesen aus Federn, Rhythmus und Richtung. Wir kennen die Wege auswendig. Nicht, weil wir sie stur in einer Schule lernen mussten, sondern weil sie in uns wohnen – ein stilles, uraltes Wissen. Wir folgen der Schatzkarte, die in unsere Herzen geschrieben ist. … ( ( Herr Kranich scheint ein einfühlsamer Poet ) ) …
Wenn wir reisen, verlieren wir das Zeitgefühl, Tage verschmelzen. Die Sonnenaufgänge sind unsere Taktgeber, die Nächte sind still, voller Sterne. Die Aufwinde über dem Berg, tragen uns weit über die Bäume, manchmal so nah an den Wolken, dass sie uns streifen, wie zarte Küsse der Liebe … ( ( feierlich breitet Herr Kranich seine Flügel aus ) ) …
Ich liebe diese Momente. Augenblicke voller Ehrfurcht. Es hat was Majestätisches …
Manchmal machen wir eine Pause. Dann rasten wir auf einem Feld. Wir fressen, wir ruhen, und wir sind auch wachsam und rufen einander immer wieder … "Bist du noch da?" "Ja, ich höre dich." … … ( ( er lächelt glücklich ) ) …
Dann geht es weiter. Wir überqueren Städte, Flüsse, Wüsten. Die Nächte über der Sahara sind immer besonders, so trocken und kalt und geheimnisvoll – unten kein Laut, kein Licht; nur Sand, Wind, Erinnerung. Ich frage mich manchmal, was die Erde unter uns wohl denkt, wenn wir lautlos über sie hinwegfliegen …
Die Ankunft im Süden ist ein Fest des Überlebens. Ein neuer Ort, vertraut und doch immer ein wenig anders. Ich mag die Geräusche dort, das Summen der Insekten, die Sonne auf den Flügeln, diese Wärme, das viel ruhigere Leben. Kein Ort ist für ewig, aber dieser fühlt sich an wie eine wohlverdiente Pause. Es wird getanzt, gerufen, geruht. Es ist kein Urlaub – es ist ein Teil von uns.
Doch auch hier bleiben wir nicht für immer. Irgendwann kommt der Ruf wieder. Leise zuerst, dann dringlicher. Die Welt dreht sich, und wir mit ihr. Wir brechen wieder auf, reisen weiter …
Spürst du die Freiheit, geliebter Mensch? Kannst du diese luftig freie Leichtigkeit in meinen Worten spüren? Vielleicht fühlst du dich manchmal im Alltag festgebunden, verheddert in Dingen, die du längst hinter dir lassen möchtest. Vielleicht ruft auch in dir eine Stimme, ganz leise, fast unhörbar: "Es ist Zeit weiterzuziehen."
Hab keine Angst vor dem Wandel. Auch wenn du den Weg noch nicht kennst, trägst du ihn längst in dir. Die Karte ist in dein Herz geschrieben. Vertraue dem Ruf, der dich sanft weiterlockt – auch wenn du nicht weißt, wohin er führt. Denn Leben geschieht unterwegs. Nicht im Festhalten, sondern im Loslassen. Nicht im Bleiben, sondern im Fließen.
Vergiss nicht: Du bist, wie wir, ein Teil des großen Tanzes zwischen Himmel und Erde. Und vielleicht, wenn du eines Morgens spürst, dass der Wind sich dreht, dann hebst auch du dich innerlich ein Stück vom Boden ab – und erinnerst dich, dass du frei bist.
Herr Kranich wünscht uns noch „Rückenwind, weite Sicht und gute Weggefährten“ – und zieht königlich davon …
Seine Worte machen Mut. Ja, es ist Zeit, aufzubrechen – auch für mich. Die Reise beginnt. Kein klassischer Urlaub, keine Flucht, sondern ein Ruf, dem ich folge. In Zukunft werde ich also an den verschiedensten Orten leben – hier ein Stück, dort ein Weilchen. Kein zielloses Umherirren, sondern ein achtsames, klares Folgen eines inneren Weges, der sich Schritt für Schritt entfaltet.
Es ist ein bisschen wie beim Kranich. Der Zug/Flug beginnt langsam, und ein Teil meines Herzens hängt noch an Altvertrautem – an Freunden, an Aufgaben, Orten, Dingen, an liebgewonnenen Ritualen. Und das ist in Ordnung. Auch der Kranich lässt nicht einfach alles achtlos zurück. Er fliegt nicht davon, um zu entfliehen, sondern weil das Leben ihn ruft, weil das Reisen in wärmere Gefilde seiner Natur entspricht.
Dabei sehe ich in seinen Augen den stillen Gruß an die Vergangenheit, eine Würdigung. Seine Bewegungen sind klar, nicht hastig. Er trägt das Erlebte in sich – nicht belastend auf seinen Schultern, sondern als Teil seiner Flugkraft.
Was für ein inspirierendes Bild, voller Dankbarkeit.
Je mehr ich mich hineingebe, in diese Zeit des Übergangs, desto besser kann ich alles willkommen heißen. Eine eigenartige Mischung aus leiser Wehmut und großer Vorfreude in mir.
Ich empfinde tiefe Dankbarkeit für alles, was war, und gleichzeitig eine freudige Aufbruchstimmung – eine Vorfreude auf das, was kommt, auch wenn es noch nicht ganz greifbar ist.
Bestimmt kennst du diese Gefühle auch, denn sie kommen häufiger vor, als wir denken. Die Psychologie hat sogar einen Namen für solche Phasen: liminale Räume, Schwellenzeiten, in denen das Alte nicht mehr ganz gültig ist, das Neue aber noch nicht vollständig da. Dies sind oft herausfordernde Zeiten, weil sie uns unserer Gewohnheiten berauben, unserer scheinbaren Sicherheiten. Und zugleich sind sie besonders fruchtbar. Denn in diesen Zwischenräumen findet echte Transformation statt.
Wir gleichen dann dem Kranich, der über der Sahara fliegt. Unter ihm ist nichts, was ihn trägt. Kein Ort zum Rasten. Nur Weite, nur Stille, nur Himmel. Aber genau dort, in diesem Nichts, geschieht etwas Wesentliches: VERTRAUEN.
Vertrauen, dass der Weg bereits in unser Herz geschrieben ist und dass der eigene innere Kompass funktioniert. Vertrauen, dass die Reise weitergeht. Dass wir nicht abstürzen, sondern getragen sind – vom Leben selbst.
Und vielleicht ist genau das das Geschenk dieser Zeit: Dass wir uns erinnern, dass wir frei sind. Dass wir lernen, nicht aus Pflicht zu bleiben, sondern aus Liebe gehen zu können. Nicht aus Angst festzuhalten, sondern aus Vertrauen loszulassen.
Wie der Kranich fliegen wir nicht, weil wir alles wissen, sondern wir fliegen, obwohl wir es nicht wissen.
Und so möchte ich dich, lieber Freund, einladen, diese Botschaft mit in deinen Alltag zu nehmen. Vielleicht spürst auch du irgendwo ein leises Ziehen. Vielleicht hörst du schon diesen zarten Ruf in dir, diese fröhliche Melodie. Vielleicht musst du erst noch still werden, um sie zu wahrzunehmen. Aber sie ist da. Und sie wird dich führen. Sanft und unaufhaltsam. Vielleicht steht bei dir nicht grad ein Umzug an, keine Weltreise – aber innerlich bewegt sich etwas.
Wie Herr Kranich sagt: „Vertraue dem Ruf, der dich sanft weiterlockt – auch wenn du nicht weißt, wohin er führt.“
Nimm ihn ernst. Hör genau hin und VERTRAUE. Und sei liebevoll mit dir, auch wenn du mal zögerst. Veränderung ist kein Wettrennen. Sie ist ein Tanz. Mal leichtfüßig, mal tapsig, mal still – aber immer lebendig.
Das Leben lädt uns ein, uns hinzugeben – dem Fluss, der Veränderung, der Ausdehnung unserer Erfahrung.
Und so gehe auch ich bald los – mit offenem Herzen, mit leichtem Gepäck.
Wie sich mein Wirken in diesem neuen Lebensraum entfalten wird, darf sich in Ruhe zeigen. Einiges zeichnet sich bereits ab, anderes ist noch im Werden. Die praktischen Angebote wie Hundetraining und Tanzabende benötigen meine körperliche Präsenz und werden hier in dieser Form vorerst nicht mehr weitergeführt. Anders verhält es sich mit den geistigen und intuitiven Bereichen, wie Tierkommunikation, Quantenheilung, LoveLetter, Beiträge auf der HerzAugenBlick-Seite, … – all dies basiert auf rein energetischer Verbindung und Kommunikation, erfordert also keine physische Nähe, und wäre ortsunabhängig möglich. Dennoch habe ich das Gefühl, dass sich auch hier etwas verändern wird. Wahrscheinlich wird es leiser, langsamer, reduzierter. Was bleibt, ist der Wunsch, in echter Verbundenheit zu teilen – dann, wenn es stimmig ist. Nicht aus Gewohnheit oder Pflichtgefühl, sondern aus dem Augenblick heraus, wenn das Herz ein klares JA spürt.
Da bin ich noch „Sandra mittendrin“: im Lauschen, im Abschiednehmen, im Zulassen neuer Impulse. Offen für das, was sich zeigen will. Bereit, loszulassen, was sich auf natürliche Weise wandelt bzw. verabschiedet. Und ebenso bereit, nicht sofort alles benennen, fixieren oder planen zu müssen.
Vertrauensvoll. Schritt für Schritt.
Wir sind geführt!
Ich wünsche dir – und uns allen – den Mut, dem Herzensruf zu folgen, wann immer er sich meldet. Aufzubrechen, sobald der Wind sich dreht. Und vielleicht, ganz vielleicht, begegnen wir uns, irgendwo, irgendwann, und fliegen ein Stück gemeinsam – unterwegs, im Licht, zwischen Himmel und Erde.
Voller Liebe,
deine Sandra
Ein PS vom Kranich:
„Weißt du … während ich dir die Botschaft übermittelt habe – mit meinem Herzen voller Federn, Fernweh und leiser Sehnsucht – da hielt ich selbst einen Moment inne. Denn obwohl ich sie an dich richte, gelten diese Worte genauso mir. Durch dich kann ich mich selbst besser verstehen.
Manchmal – manchmal sogar mitten im Flug, in all dem rhythmischen Schwingen und scheinbaren Wissen – frage ich mich auch, ob ich wirklich auf dem richtigen Weg bin. Ob ich den Ruf rechtzeitig und klar genug höre. Ob ich den Mut habe, immer wieder neu zu beginnen.
Was ich dir mitgegeben habe, ist nicht nur Trost. Es ist Erinnerung. Eine stille Bestätigung, dass auch ich noch auf dem Weg bin. Dass auch ich manchmal zögere, bevor ich die Flügel ausbreite.
Es ist ein Geschenk, das ich dir mache, und zugleich ein Geschenk an mich. Ein inneres Nicken, ein sanftes Flüstern tief in mir: „Du bist genau dort, wo du jetzt sein sollst.“
Es tut gut, das auszusprechen. Es fühlt sich an wie ein freier Atemzug zwischen den Wolken. Und wenn ich ehrlich bin, wird mein Brustkorb ein bisschen weiter, mein Blick etwas klarer, jedes Mal, wenn ich meine Wahrheit in Worte ausdrücke.
Dann spüre ich: Ich bin wesentlich, so wie du, ein wertvoller Teil von etwas, das größer ist als mein eigener Flug. Etwas, das uns verbindet – dich, mich, den Wind, die Zeit … und die Reise selbst.
Also fliege ich nun weiter – leichter, aufgerichteter, mit einem stillen Lächeln im Herzen. Vielleicht fliege ich sogar majestätischer als zuvor.
Denn ich habe geteilt, was mir heilig ist.
Und ich weiß: Irgendwo da unten hat es ein Herz berührt.
Danke, dass du zugehört hast!
Das macht mein Reisen … ne – DU machst mein Reisen noch königlicher.“
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