Mit ziemlich Bass und einer ordentlichen Portion Gemütlichkeit kommt unsere heutige Botschafterin. Wie wir abheben zeigt uns Frau Hummel:

… ( ( ein tiefes, gemütliches Summen vibriert in der Luft ... ein kleiner, flauschiger Körper landet mit einem sanften „Plopp“ auf einer saftig gelben frischen Löwenzahnblüte und bringt den ganzen Stängel zum Schwanken  ) ) …

Huhuuu, hier bin ich.
Herrlich!
Spürst du, wie der Boden unter mir bebt? Ich liebe diesen Moment, wenn der Nektar so unwiderstehlich duftet, dass ich mich mitten in das süße Gelb hineinstürze-n  m-u-s-s
… ( ( Frau Hummel schmunzelt unschuldig ) ) …
 
Manchmal höre ich die Anderen um mich herum tuscheln. Sie schauen mich an, dann auf meine Flügel, und dann wieder auf meine Figur. Sie sagen, ich sei viel zu dick, zu schwer. Meine zarten Flügel seien viiiiel zu klein für diesen runden, pelzigen Körper. Rein nach den Berechnungen von schlauen, wichtigen Menschen sei mein Flug scheinbar unmöglich.
 
Hahaha und papperlapapp
… ( ( Sie putzt genüsslich und mit sich selbst zufrieden die gelben Pollen von den Fühlern ) ) …
 
Mein Motto ist – und war immer schon – „Einfach mal machen“, und sicher nicht auf diese Unkenrufe hören. Ich summe ein Tönchen lauter und kümmere mich nicht um die Formen ... ähhhmm ... Formelln der Welt. Ich spüre ja meine Kraft in meinen Muskeln, die energie-spendende heiße Sonne auf meinem Pelz. Ich spüre das Leben und ich weiß: Meine Figur ist total okay, und ich bin zum Fliegen gemacht 
… ( ( zuckt sie grad mit ihren Schultern?!? ) ) …

Mein Antrieb kommt nicht aus einer Berechnung, sondern aus der reinen Freude  an der Blüte, die dort drüben im Wind winkt und unwiderstehlich liebreizend zu mir herüber duftet 
… ( ( Frau Hummel zwinkert der Blüte zu ) ) …
 
Ich habe keine Eile, aber ich habe eine Richtung. Ich tanze von Kelch zu Kelch, schwerelos und doch gewichtig. Ich bin ganz da. In jedem Brummen, in jedem Flügelschlag. Sobald ich meine Flügel schwinge, fühle ich, wie die Luft mich trägt – als wäre sie für mich gemacht. Ich weiß, dass sie mich hält – auch ganz ohne irgendeiner wissenschaftlichen Erklärung.

Zeit für eine Kraft, die so tief verwurzelt ist, dass sie nichts und niemand erschüttern kann – Zeit für Naju, der kleine Nashorn-Junge, der uns ganz direkt anschaut, und bei ihm eine ganze Welt aus Schutz und Liebe

Hallo du! Schön, dass du auch da bist. Es ist hier so gemütlich und auch spannend … ( ( Nashorn-Junge Naju wackelt mit seinen Ohren und macht einen kleinen, tollpatschigen Schritt in unsere Richtung ) ) …
 
Weißt du, die Welt hier draußen ist riesig und überfordert mich manchmal. Gras gibt es, höher als meine Nase, und die Sonne brennt richtig heiß herunter. Manchmal erschrecke ich mich vor einem raschelnden Busch oder einem lauten Vogel. Aber dann schau ich mich um und entspanne mich. Ich weiß: es ist alles in Ordnung!
 
… ( ( er lehnt sich mit seinem Hintern ganz fest an seine Mutter, die wie ein Fels hinter ihm steht  ) ) …
 
Dann verschwindet die Angst gleich wieder. Ich muss keine haben. Niemals. Denn Mama ist da. Ich spüre ihre Wärme, ihren Herzschlag, und sie ist immer ganz ruhig, egal was grad rundum los ist. Also kann es nichts Schlimmes geben. Wenn Mama atmet, höre und spüre ich das sogar. Das gibt mir Mut.
 
Ich muss nicht groß sein. Ich muss nicht wissen, wo das nächste Wasserloch ist oder wie ich mich verteidige. Ich darf einfach nur klein sein, die Welt entdecken, alles neugierig erkunden, und sogar schauen, wer du bist ...
 
Egal was ich tue oder wohin ich gehe, Mama ist immer bei mir. Da bin ich sicher. Und wenn ich mich an sie lehne, bin ich genauso stark wie sie.
Ich bin unbesiegbar.

Für den Hochsommer kommt die absolute Meisterin im Entspannen, „Einfach-nur-Da-Sein“: Frau Wasserschwein! Schau mal, wie sie da im kühlen Nass liegt und genießt …

... Blubb ...

Huch … Hallo ...

Also …
tja ... weißt du ... eigentlich wollte ich mich gerade wegbewegen. Ehrlich. Aber dann dachte ich mir: Wozu die Eile? Es ist Juli.

Das Wasser ist perfekt, die Sonne wärmt mir den Kopf, und jetzt kommst gerade ja auch du für ein Interview vorbei. Da kann ich mich ja schlecht wegbewegen – das wäre schließlich sehr unhöflich.
 
… ( ( Sie macht es sich im Wasser grad noch ein bisschen gemütlicher und der Vogel auf ihrem Rücken balanciert sich synchron aus ) ) …
 
Die Welt dreht sich auch ganz wunderbar weiter, wenn ich mich einfach mal ein paar Stunden gar nicht bewege. Die Menschen rennen und ich ruhe ...

Ach, ja die Menschen ... Wie viel sie doch rumrennen. Sogar im Sommer planen sie, machen sie, stressen sie sich. Ich verstehe das nicht. Die haben einen …
 
… ( ( sie räuspert sich kurz – und wechselt elegant das Thema … ) ) …
Ähm, ich … ich habe einen Vogel … auf meinem Rücken. Siehst du ihn? Er macht sein Ding und ich mache mein Ding – wir machen nämlich … gor nix
… ( ( sie grunzt vergnügt ) ) … Wir teilen uns einfach den Moment.
 
Mein Geheimnis? Ich leiste keinen Widerstand, auch nicht gegen die Hitze des Tages. Ich passe mich dem Rhythmus des Flusses an. Wenn es heiß ist, liege ich im Wasser. Wenn ich hungrig bin, grase ich.

Ich grüble nicht über gestern nach und plane nicht für morgen. Ich bin einfach vollkommen einverstanden mit dem, was jetzt gerade ist.
 
Probier das doch auch mal aus. Es braucht überhaupt keine Kraft, um glücklich zu sein. Vielleicht braucht es für manchen halt mehr Mut, einfach mal gar nichts zu tun.
Aber ich habe diesen Mut – und wenn ich das habe, hast du es auch!
 
Mach gleich mit – entspannen wir uns, gemeinsam. Teilen wir  diesen einen laaangen Mooomeeeentttttt…

Vorhang auf für den Wegekuckuck – auch bekannt als Roadrunner 

Was ist denn mit dir los? Was hängst du da so träge im Schatten rum?? Sag mal... wird dir da nicht langweilig?

… ( ( Herr Wegekuckuck plustert kurz die Stirnfedern auf, schaut mich mit blitzenden Augen an und legt den Kopf schief ) ) …

Schau mich an! Ich liebe den heißen Sand unter meinen Füßen. Ich renne für mein Leben gern. Zack, nach links! Wusch, nach rechts! Die Menschen denken immer, ich sei im Dauerstress, weil ich so schnell bin. Aber das ist der größte Irrtum!

Der Unterschied zwischen eurem Stress und meinem Flitzen? Ihr rennt, weil ihr Angst habt, zu spät zu kommen, etwas zu verpassen, oder weil ihr meint, irgendwo ankommen zu müssen, um endlich glücklich zu sein. Ihr rennt mit einem schweren Ziel im Kopf.

Ich? Ich renne einfach nur, weil das Rennen an sich so unglaublich viel Spaß macht! Ich habe überhaupt kein Ziel. Ich folge der puren, ungezähmten Freude an der Bewegung. Wenn ein Hindernis auftaucht, springe ich drüber, schlage einen Haken und lache laut ... Meep meep.

Probier das mal aus: Du musst nicht stillsitzen, um im Frieden zu sein. Du darfst wirbeln, kreieren und Vollgas geben – solange du es aus reiner Lust am Leben tust, dein Herz dabei lacht und du nicht versuchst, vor dir selbst wegzurennen!