Ein alter Indianer saß eines nachts mit seinen Enkeln am Lagerfeuer. Gemeinsam lauschten sie dem Prasseln des Feuers.

Nachdem sie eine Weile so gesessen hatten, erzählte der Alte seinen Enkeln von einem inneren Kampf. Einem, der seit Urzeiten in jedem Menschen stattfindet und vor niemandem Halt macht:

„Im Leben eines jeden Menschen gibt es zwei innere Wölfe. Diese beiden kämpfen miteinander um das Herz des Menschen. Einer der beiden, der dunklere, ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Er sät Ärger, Angst, Verleugnung, Neid, Eifersucht, Sorgen, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Einschränkung, Lügen, Schuld, Überheblichkeit und Missgunst.

Der andere hingegen, der hellere von beiden, ist liebevoll, sanft und mitfühlend. Er sät Heiterkeit, Freude, Frieden, Liebe, Hoffnung, Wirksamkeit, Offenheit, Freundschaft, Gelassenheit, Selbstbestimmung, Wahrhaftigkeit, Güte, Wohlwollen, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Vertrauen, Klarheit und Weisheit.”

Die Enkel dachten eine Weile über die Worte nach. Einer von ihnen fragte alsbald: “Welcher der beiden wird den Kampf um das Herz gewinnen? Der dunkle oder der helle?”

“Es gewinnt derjenige Wolf, der am häufigsten gefüttert wird,” antwortete der alte Indianer. „Darum lebe achtsam und lerne beide Wölfe gut kennen. Wenn du weißt, wer sie sind, dann wähle jeden Tag von Neuem, welchen Wolf du füttern möchtest.“

(Verfasser unbekannt)


zur Bibliothek im HerzAugenBlick

Der heutige LoveLetter geht sehr tief. Bitte achte gut auf dich, mache es dir nun ganz gemütlich, warm und kuschelig, … bevor wir gemeinsam die Reise zum Herbst des Lebens antreten. Als Einstieg erzählt uns Herr Labrador sen.:

Das Leben ist so viel schneller geworden. Oder ich bin langsamer geworden. Oder beides. Wer weiß.
Seit einiger Zeit komme ich mit dem Denken und Reagieren kaum noch mit und das verwirrt mich. Sehr.
 
Vieles was ich früher gern gemacht habe, geht nicht mehr. Ich schlafe viel. Das tue ich auch gerne. Mein Körper ist schwer. Er schmerzt, mal mehr mal weniger. Ich habe ihn nicht mehr immer unter Kontrolle. … ( ( Herr Labrador seufzt tief und versinkt in Gedanken. Meine Aufmerksamkeit bleibt. Minuten später ist er wieder ganz da und spricht weiter ) ) …
 
Mein Frauchen war immer gut zu mir. Wir waren ein super Team. Wir hatten eine gute Zeit miteinander. Nun merke ich, dass ich ihr mehr Mühe bereite. Das tut mir leid. Jedoch scheint sie mich noch immer zu lieben. Sie bleibt treu an meiner Seite. Ich spüre ihre Liebe. Ja, unsere Herzensverbindung bleibt.
 
Ich spüre, dass es Zeit ist. Bald werde ich meinen Körper verlassen, nicht aber mein Frauchen. Meine Menschen werde ich nie ganz verlassen. Den Körper lasse ich zurück, aber nicht die Herzen der Menschen. Die Seelenverbindung bleibt. Für immer.
 
Alt und schwerfällig und langsam bin ich geworden, und ich weiß nicht mehr viel. Aber eines bin ich mir sicher sicher: Die Liebe bleibt; auch ohne Körper. Das spüre ich tief in meinem Herzen.
Weiterlesen „~ Seelenverbindung ~“

Im letzten LoveLetter ging es sowohl ums Loslassen (siehe HAB-Experiment), als auch um die Verbindung der Seelen, über das Erdenleben hinaus.

Heute erzählt uns Wölfin „Magic“ über die Verbundenheit in ihrem Rudel.

Mit unseren Gesängen stellen wir immer wieder den Kontakt zu unserer Familie her. Es ist magisch. Auch wenn wir allein im Revier unterwegs sind, weit voneinander entfernt, fühlen wir uns mit der Gruppe verbunden. Wenn wir heulen und unser Rudel mit einstimmen hören, sind wir sofort wieder doppelt so stark und mutig.

Mit diesem gemeinsamen Gesang vergewissern wir uns, dass wir nicht allein sind, dass unser Rudel in Reichweite ist und wir erkennen, wie es den anderen geht bzw. ob jemand Hilfe braucht und wir tauschen uns aus, was wir Interessantes entdeckt haben und was sonst so im Revier los ist.

Und dann, wenn wir über alles Wesentliche informiert und uns genug lautstark miteinander verbunden haben, setzen wir unseren Weg fort – wieder leiser, miteinander verbunden und mit einem unheimlich guten Gefühl, fast wie ein Schutzpanzer. Wir haben unsere Zusammengehörigkeit bestärkt, unsere Superkräfte aufgetankt und gehen unseren Weg zuversichtlich mutig weiter – fast so, als wäre die gesamte Meute wirklich mit uns und stärke uns den Rücken.

Nebenbei haben uns auch alle anderen Tiere gehört und wissen, wo wir sind und wie unheimlich stark und verbunden ...
Weiterlesen „~ Verbundenheit ~“

~ Hauptsache Liebe ~
Es ist Weihnachtszeit und dieser entspannte Weihnachtshund möchte uns seine frohe Botschaft bringen – ohne großer, lauter Emotionen, voller innerer Zufriedenheit und tiefem Glück. Das Interview erinnert an das gleichmäßige Plätschern eines Flusses. Ich sitze entspannt da und lass mich von der glücklichen Energie einhüllen.

Mein Weihnachtswunsch ist, dass dieser Moment niemals endet. 

Meine ganze Familie ist zuhause, wir waren gemeinsam spazieren, haben gemeinsam gegessen und nun sitzen wir gemeinsam im Wohnzimmer. Überall Frieden. Es fühlt sich rundum alles einfach nur wohlig an, geborgen, heimelig. 

Den Stoff auf meinem Kopf bräuchte ich nicht, aber er stört mich nicht und meiner Familie gefällt‘s. Sie sind so zufrieden und glücklich wie selten. Das bin ich auch.

Das größte Geschenk ist die Gemeinsamkeit, die Geborgenheit, das Zuhause – für mich und auch für meine Familie. Ich glaube, das ist Liebe. Ja, Hauptsache Liebe, dann scheinen alle glücklich, dann ist alles gut.
Weiterlesen „~ Weihnachtspost 2022 ~“

Auch heute wird uns wieder eine Liebes-Botschaft geschenkt. Mutter Erde zeigt sich mir zufällig und möchte unbedingt zu Wort kommen. Sie möchte uns mit ihren Worten erreichen, uns trösten und aufbauen und meint, dass es dringend sei und ich ihr die LoveLetter-Botschaft freigeben soll:

Geliebte Seele, du wundervoller Mensch.

Ja, du bist mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter und ich kenne und nenne dich beim Namen. Ich liebe dich.
Ich liebe dich, gleichgültig was du getan oder nicht getan hast.
Deine Gedanken sind nicht die Wahrheit.

Ich liebe dich, vollkommen und ganz einfach, weil du du bist.
Ich liebe dich bedingungslos, ich liebe dich ewig.

Es gibt nichts anderes als Liebe und Liebe ist die Wahrheit.

Hörst du, geliebter Mensch?
Verstehst du?
Weiterlesen „~ Liebe ist die Wahrheit ~“

Heute kommt Frau Motte für uns hochgeklettert und möchte ihre Weisheit zum LoveLetter beitragen:

Ich zeige dir jetzt mal ganz genau meine Fühler, meine Antennen.
Siehst du wie groß und breit und fein und viel und umfassend und zart und robust und filigran und … … ( ( Frau Motte ist recht begeistert von ihren Antennen ) ) …
 
Darauf bin ich mega stolz und sehr dankbar. Meine Fühler sind eine essentielle Unterstützung  in meinem Leben. Mit ihnen kann ich die feinsten Nuancen in der Welt wahrnehmen. So haben sie mich schon oft vor Gefahren geschützt  und zeigen mir immer wieder, wo es lang geht und wo es gut und sicher für mich ist, wo ich mich niederlassen kann.
 
Obwohl meine Augen recht groß sind, vertraue ich mehr meinen Antennen.
Das hab ich immer schon so gemacht ...
Weiterlesen „~ Antennen ausfahren ~“

Im heutigen Impuls geht es um unsere Beobachtungsgabe:
 
Frau Adler schwebt hoch über den Dingen und erinnert uns, dass man „von oben“ eine bessere Übersicht hat, als wenn man unten „im Sumpf“ hockt. Ihre scharfe Beobachtungsgabe ist eine weitere Botschaft und gibt Inspiration fürs neue HAB-Experiment:

Wenn ich mich in die Lüfte aufschwinge, habe ich die beste Übersicht und kann meine Position jederzeit schnell verändern. Sobald es am Boden „was zu tun“ gibt, stürze ich mich – punktgenau – auf die Situation, tue, was zu tun ist, und schwinge mich wieder hoch, sobald ich fertig bin.
 
Ich verschwende keine Zeit, mühsam an der Oberfläche zu suchen. Hoch über dem Boden habe ich den Weitblick.
 
In passender Höhe breite ich dann einfach meine Flügel aus, lasse mich vom Wind tragen und beobachte weiter – bis es wieder „was zu tun“ gibt …
Weiterlesen „~ mit Adleraugen ~“

Im heutigen Interview kommt nochmals Frau Adler zu Wort. Als Erinnerung ans HAB-Experiment, habe ich seit letztem LoveLetter ein Bild von ihr an meinem Badezimmer-Spiegel. Bei jedem Blick zum Spiegel sehe ich ihre majestätische Erscheinung. Ihre weit ausgebreiteten Flügel beeindrucken mich sehr und lassen mich träumen – hoch über der Erde … So überbringt sie uns eine weitere Weisheit:

Du bewunderst meine Flügel und wie ich so leicht und frei durch die Luft segeln kann, hoch über allem?
 
Menschenkind, ich sage dir, der erste Schritt war auch für mich sehr schwierig. Da macht man sich tausende Gedanken, was alles passieren könnte, wenn man sich in die Tiefe stürzt … Man erleidet Todesängste. Aber nach dem ersten Sprung weißt du, dass du es kannst! … ( ( Frau Adler wechselt in die persönliche Form und ist grad wieder mächtig stolz auf das kleine Adler-Mädchen in ihr, das damals so mutig war, den Sprung zu wagen ) ) … Ab da machst du dir keine Sorgen mehr und die Sprünge zum Flug gelingen immer mehr wie von selbst, natürlich, voller Vertrauen.
 
Vor meinem ersten Flug hatte ich riesige Angst. Papa rief mich und ich wollte ihm folgen, aber dann sah ich nach unten, sah wie weit weg der sichere Boden ist, wie weit ich fallen könnte, wenn ich doch nicht fliegen kann …
 
Damals wusste ich nur, dass ich stehen und gehen kann, dass ich meine Beine benützen kann, aber meine Flügel?!? Ich hatte es noch nie ausprobiert – wie auch, wenn ich im sicheren Nest sitze und nicht fliegen muss. So traute ich mich lange nicht, Papa nachzukommen. Lange Zeit blieb ich weiter im kleinen Nest sitzen und wagte mich nicht den Sprung zu machen. Ich hatte Angst vor dem Fallen.
 
Im Nest wurde es dann immer enger und ich war auf Mama und Papa angewiesen und mir wurde immer langweiliger; ich kannte ja schon alles in- und auswendig. Draußen lockten mich meine Eltern – und die Freiheit … Ich sah die unendliche Weite, das Abenteuer, den Spaß, und trotzdem wurde ich immer wieder zurückgehalten von diesem schnürenden Gefühl der Unsicherheit in mir: Ob ich auch wirklich fliegen kann …???
 
So ging es eine für mich ewig lange Zeit hin und her, und irgendwann war der Wunsch groß genug, dass ich mich traute, dass ich aus meinem sicheren Nest sprang und meine Flügel ausbreitete und … fliegen konnte – einfach so … ( ( Frau Adler ist noch immer gerührt, wenn sie von diesem Moment erzählt und auch ich habe Gänsehaut ) ) …
Weiterlesen „~ mit Adlervertrauen ~“

Bei meinen letzten Spaziergängen habe ich zwei ausgeschwärmte Bienenvölker entdeckt und freudig die Arbeit getan (Imker ausfindig machen und informieren). Obwohl es ein Aufwand war, habe ich es gerne gemacht, voller Freude und Liebe. Die Bienen haben nun wieder ein sicheres Zuhause und die Imker ein neues Volk. So wurde ich, mit Leichtigkeit, zum Friedensbringer. Was für ein Geschenk!

Eine weitere freudvolle Entdeckung habe ich nun im Computer, mit unserem aktuellen Botschafter. Ich muss so schmunzeln … Auf der Suche nach dem heutigen Interviewpartner hat mich dieser Bienenschwarm „angeflogen“ – ohne, dass ich aktiv nach ihnen gesucht habe. Ich bin offen für jede Bekanntschaft und finde schon wieder ein ausgeschwärmtes Bienenvolk, diesmal virtuell. Ich liebe solch wundervolle Begegnungen

Der Schwarm beginnt ohne Vorbereitung zu erzählen:

Du fragst dich, ob es bei uns fair zugeht, ob wir alle alles haben, was wir brauchen? 

Es macht keinen Unterschied, wer oben oder wer unten und wer fleißig oder wer mal faul ist – es macht auch keinen Unterschied, ob wir alle gerettet werden oder nur ein Teil von uns. Hauptsache unsere Königin ist in Sicherheit. Die Königin ist unser Herz, darum herum ist ihr Körper.

Es gibt keine einzelne Biene – wir alle gemeinsam sind „die Biene“. Das Herz schlägt, also die Königin lebt, und der Körper verändert sich – mal dicker mal dünner, manches fällt weg, anderes wächst nach. So funktioniert ein Bienenvolk.
Weiterlesen „~ viele oder eins ~“

Kennst du das Gleichnis von der Raupe, die glaubt zu sterben und sich dann in einen freien, durch die Lüfte tanzenden Schmetterling verwandelt? Dieser Vergleich spendet Trost, besonders wenn ein geliebtes Wesen seine nächste Reise antritt oder wenn wir durch schwere Zeiten gehen und nichts mehr so ist, wie es mal war. „Es ist das Ende der Welt, sagt die Raupe. Es ist erst der Anfang, sagt der Schmetterling.“ Es geschieht nur eine Verwandlung, es ist nicht das Ende.

Dazu wollte ich schon lange mal eine Raupe interviewen. Heute hat sich Herr Ringelspinner zur Verfügung gestellt. Er kennt diese Analogie allerdings nicht und versteht nicht, wovon ich spreche:

Wieso sprichst du von meinem Tod? Was genau passiert denn da? Und was bitte ist ein Schmetterling? … ( ( Ausführlich erkläre ich ihm die Verpuppung der Raupe und das Schlüpfen als Schmetterling – Herr Raupe sieht mich mit großen Augen an. Es verstreicht eine Weile bis er reagiert ) ) …
 
Nein, ich lasse mich von deiner Geschichte nicht verwirren. Das würde mich nur verunsichern. Muss ich dann was Spezielles vorbereiten, wenn ich mich verpuppe? … ( ( Ich versichere ihm, dass er bereits automatisch das Richtige tue (nämlich fressen, fressen, fressen) und dass er sich keine Sorgen zu machen braucht ) ) …
 
Na, siehst du. Ich mache genau das Richtige, ich brauche keine Pläne und ich bin glücklich. Und ich möchte nicht wissen, was da später einmal auf mich zukommen wird. Wenn ich glaube, dass ich sterbe, dann werde ich das ebenfalls richtig machen, wie wenn ich plötzlich wieder als Schmetterling auferstehe. Darüber grübeln macht keinen Sinn.
 
Diese vielen Gedanken machen mich ganz wuschig, machen mir Bauchweh. Ich möchte nicht wissen, was da einmal mit mir passieren wird. Ich möchte einfach nur jetzt leben, fressen und nichts denken. So bin ich glücklich.
Weiterlesen „~ lebe jetzt ~“