Derzeit bin ich auf Reisen, im Campingbus, durch Norwegen 😊 Was für eine beeindruckende Landschaft. Sooo viel schöne Natur, soooo wenig Menschen … Es mag wohl kein Zufall sein, dass sich uns für diesen LoveLetter eine Rasselbande Erdmännchen präsentiert, die ein Loblied auf die Familie anstimmen. Sprecherin ist das vorderste Erdmännchen, sozusagen das „Erdweibchen“, aufm Foto ganz links:

Als Erdmännchen sind wir schon von Natur aus so gepolt, dass wir eng in der Gruppe zusammenleben. Wir kennen es nicht anders und – ganz ehrlich – wir könnten es uns auch nicht vorstellen, ganz alleine zu leben. Natürlich weiß ich, dass es solche Individuen gibt; haben wir hier bei uns schon öfters gesehen. Nashörner, zum Beispiel. Die ziehen wohl sehr gerne alleine umher und scheinen zufrieden damit. Das wäre definitiv nichts für mich. Bei dieser Vorstellung schüttelt es mich grad. Da möchte ich mich am liebsten verkriechen, ab in den Bau, dunkel, und weg.

Meine Gruppe ist meine Familie, sind meine Freunde, ist mein Zuhause. Dieses Zuhause schenkt Geborgenheit, Kraft und Sicherheit. Klar gibt es bei uns auch Auseinander¬setzungen, aber die klären wir – mal mehr, mal weniger spielerisch – und dann sind wir alle weiser. … ( ( die Gruppe zwinkert sich zu und grinst ) ) …  

Diesen Austausch schätze ich, sehr sogar. Er schenkt Erkenntnis, zeigt neue Sichtweisen – neu, wie mein Gegenüber etwas sieht und auch klarer, wie ich etwas sehe. Manchmal ist tatsächlich was Gescheites vom anderen dabei und ich passe meine Meinung an. So nah, wie wir beieinander leben, schenkt mir meine große Familie immer wieder solche Inspirationen … ( ( nun zwinkert auch die Sprecherin lächelnd ) ) … und Motivation gibt’s auch ohne Ende, wenn ich meinen Arsch mal nicht hochkriege. Allein würde ich wohl kaum was auf die Reihe kriegen und in meiner Höhle versauern – aber halt nur, weil ich es nicht anders gelernt habe … ( ( fügt sie anerkennend und voller Respekt vor den Einzelgängern hinzu ) ) … 

Zuhause fühle ich mich aufgehoben und beschützt, ich fühle Wärme und Zuneigung, fühle mich gesehen und bedingungslos geliebt. Bei uns darf jeder sein, wie er möchte und jeder darf bleiben, so wie er ist und mehr oder weniger machen, was er gerade machen möchte. Wir akzeptieren und vertrauen einander. Jeder kann sich fallen lassen und wird getragen. Seit Generationen leben wir schon beieinander und es klappt. Irgendwie wissen wir immer, was der andere gerade wirklich wirklich braucht: Kuscheln, Motivation oder Freiraum.

… ( ( Frau Erdmännchen nimmt mein Erstaunen wahr und erklärt: ) ) … Ja, Freiraum haben wir viel. Das klingt vielleicht komisch, weil wir so aufeinander picken, aber wir sind frei im Geiste und wenn wir uns zurückziehen wollen, dürfen wir das auch. Das ist genug Freiheit, um sich frei zuhause zu fühlen.

Jeder von uns möchte ab und zu mal ausbrechen. Es gibt schon auch die Momente, wo wir an uns zweifeln und glauben, fehl am Platz zu sein, vielleicht nicht mal n Erdmännchen zu sein, … 

… ( ( schöpferische Pause ) ) …

aber am Ende des Tages sind wir glücklich und fühlen alle diese magische, wohlige, großartige, unendliche, bedingungslose Zusammen¬gehörigkeit.
Weiterlesen „~ am Du zum Ich ~“

Im wohligen Einheitsgefühl (aus dem HAB-Experiment-Rückblick im LL) erscheint mir Frau Taube, unsere heutige Botschafterin. Eine weiße Taube vor einer weißen Wolke. Unscheinbar, und doch wirkungsvoll. Der Frieden in mir verstärkt sich. Zeitlose Ruhe. Ich fühle mich wie in einem feinen warmen Schaumbad des Friedens (vom gemeinsamen Erinnern und Teilen des letzten HAB-Experiments) und mit diesem Foto wird neue wärmende, verschmelzende Friedensenergie eingegossen … Schon wieder „mmmmmmmhhmmmm“ … 😊

Wie immer weiß ich anfangs nicht, wo unser Gespräch hinführt, aber ich vertraue der inneren Weisheit. Die Frage taucht auf, warum Frau Taube sich nicht ein freies Feld vor dem blauen Himmel ausgesucht hat, ein Plätzchen, wo man ihre Schönheit besser erkennen kann.

Über meinen Sitzplatz habe ich mir doch keine Gedanken gemacht. Ich lasse mich dort nieder, wo ich mich gerade niederlasse. Das geschieht spontan, unbewusst, ohne großer Überlegungen.

Zudem ist meine Position vor der weißen Wolke eine Frage des Blickwinkels des Betrachters. Würdest du woanders stehen, wäre ich möglicherweise eine sonnenbeleuchtete weiße Taube vor dem strahlendblauen Himmel – für dich …

Mein Leben ist nicht weniger wertvoll oder schön, wenn ich nicht auffalle, nicht besonders aus einem Bild heraussteche … ( ( Frau Taube scheint nachzudenken ) ) …

Vielleicht könnte es manchmal von Vorteil sein, was Besonderes zu sein – und genauso gut könnte es von Vorteil sein, nicht aufzufallen und sich verstecken zu können. So entgegengesetzt und so gut möglich – beide Varianten.

Darüber denke ich aber nicht mehr länger nach. Das fühlt sich eng an. Ich bin eine Taube, ich bin frei und bin und bleibe lieber, wie ich bin, so wie alle meine Taubenfreunde. Da gibt es nichts extra Besonderes und nichts extra Nichtbesonderes. Wir sind alle gleich, einfach und frei und ganz zufrieden damit.
Weiterlesen „~ besonders sein ~“

Nach dem LoveLetter vom 30. April bzw. dem HAB-Experiment für Mai 2023 erreicht mich folgende Frage: „Ich tue ja nix Spezielles. Wie kann denn ICH ein Friedensbringer und Weltenerlöser sein?!

Diese Frage richte ich hiermit an unsere gesamte HerzAugenBlick-Familie und direkt zu dir: Wie geht es dir mit diesem Bild, dieser Rolle? Erkennst du dich schon als den Friedensbringer, der du bist?


Schau genau hin. Es ist wahrlich so einfach: sobald du an Frieden denkst, wandert ein wohliges Gefühl in dein Herz, du wirst den Frieden sehen und fühlen, und Frieden verbreiten. So machst du den Frieden auf dieser Welt wahr und erlöst sie vom Unfrieden. Du brauchst nichts Spezielles zu tun oder zu sein. Du BIST perfekt für diese Aufgabe.
 
Wenn wir Leid verbreiten, diskutieren, wie schlimm doch der Krieg ist und diese Krise, wie nervig der Nachbar, wie unfreundlich die Bedienung, wie schlecht es mir im Allgemeinen und vor allem finanziell geht, wie doof diese Politiker doch sind, welch enorme Schmerzen ich habe, wie ungerecht die Güterverteilung auf der Erde ist, welche Tier- und Pflanzenarten bedroht oder sogar schon ausgestorben sind und dass sowieso bald die ganze Welt zerstört sein wird … machen wir dieses Leid wahr, vergrößern es und werden so zu (unbewussten) gedanklichen Umweltverschmutzern.

Je mehr Nachrichten wir schauen/hören/lesen, desto leichter fällt es, uns zu ärgern, sorgen, zu streiten, urteilen, Partei zu ergreifen, den Kopf zu schütteln, Trennung wahrzumachen, Misstrauen zu entwickeln und Angst zu haben – vor der Zukunft oder dem Fremden oder was auch immer für ein Horrorszenario auf der Welt grad aktuell ist.
 
Klar können wir uns Hilfe holen und in der Gemeinschaft heilen. Es geht hier nicht um bewusste Problem-Lösung, sondern ums ständige Klagen, um die Suche nach dem Bösen im Außen und darum, das kollektive und individuelle Leid immer wieder zu wiederholen, sich im Hamsterrad zu drehen –> so kommen wir nicht weiter, sehen überall den Unfrieden, verbreiten ihn durch unser Gejammer und machen diesen in unserem Leben immer mehr wahr.
 
Da halte ich mich doch lieber von den Medien fern, unterstütze diese Verschmutzung nicht, halte Ausschau nach dem Wahren, dem Guten, dem Nützlichen, der Liebe und dem Frieden in unserer Welt, verbreite diese freudig und werde so zum Friedens-Wahrmacher und Friedensbringer.

Hierbei hilft die Geschichte von Sokrates und den drei Sieben:

Eines Tages näherte sich ein Bekannter dem Philosophen Sokrates.

„Weißt du, was ich gerade über einen deiner Freunde hörte?“, fragte er.

„Warte!“, sagte Sokrates. „Bevor du mir irgendetwas sagst, will ich mit dir einen kleinen Test machen. Ihn nenne ihn die drei Siebe.“

„Drei Siebe?“, fragte der Mann verwundert.

„Ja“, sagte Sokrates. „Lass uns sehen, ob das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht:

Das erste Sieb ist die Wahrheit:
„Bist du dir wirklich sicher, dass das, was du mir erzählen willst, wahr ist?“

„Nein“, sagte der Mann. „Ich habe es auch nur gehört und wollte es dir einfach weitergeben.“

„Okay“, sagte Sokrates. „Du weißt also nicht, ob es wirklich wahr ist.

Lass uns sehen, ob es immerhin durch das zweite Sieb hindurchgeht, das der Güte.
„Ist das, was du mir über meinen Freund sagen willst, etwas Gutes?“

„Nein, im Gegenteil“, sagte zögernd der Mann. „Es ist etwas ganz Schlechtes.“

„Also gut“, fuhr Sokrates fort. „Du willst mir also etwas Schlechtes erzählen und du bist dir nicht mal sicher, ob es überhaupt wahr ist.

Du kannst den Test trotzdem noch bestehen, denn es gibt noch ein drittes Sieb, das des Nutzens:
„Ist das, was du mir über meinen Freund erzählen willst, für mich nützlich?“

„Nein, nicht wirklich“, gab der Mann kleinlaut zu.

„Also“, sagte lächelnd der Weise, „wenn es weder wahr, noch gut, noch nützlich ist, so lass es ruhig begraben sein und belaste dich und mich nicht damit.


Der Verfasser der „drei Siebe des Sokrates“ ist nicht bekannt.

Man vermutet, dass die Grundlage für diese drei Siebe in der Erklärung des Sokrates liegt, demzufolge menschliche Weisheit und Wissen in wenige wesentliche Merkmale zusammenzufassen ist:
Wahrheit (das menschliche Wissen ist nichtig, denn nur Gott ist weise und die menschliche Weisheit ist nichts wert. Der Mensch kann nicht urteilen, weil er das große Ganze nicht erkennt),
Güte (die positive Aufgabe, für die Seele zu sorgen, dass sie möglichst gut wird, während die allgemein hochgeschätzten materiellen Werte wie Geld, Ruhm, Ehre, Macht zweitrangig sind) und
Nutzen

Was wohl noch für die Medien übrigbleiben würde, würden sie ihre Informationen nach Sokrates‘ Vorschlag sieben?!?



zur Bibliothek im HerzAugenBlick

Mmmmmmhmmmm … Ruhe, Stille, Frieden … (aus dem Rückblick vom letzten HAB-Experiment: „Wir stammen aus dem Ozean (der Liebe) und sind dieser Ozean – unberührbar, unverletzlich, unschuldig, sorgenlos, ewiges Sein“) … und mitten in dieses Verschmelzen kommt der fleißig putzige Pelikan zu Wort (damit wir schön flexibel bleiben …😊):

Es ist Zeit wieder mal sauber zu machen. Die letzten Tage war ich etwas viel faul … ( ( er zuckt kurz unbeeindruckt mit seinen Schultern ) ) …

Im Teich planschen und an der Sonne sitzen und einfach nur nichts tun … Das war mehrere Tage mein Motto, aber nun juckt es mich. Ich muss mich vom Dreck befreien, damit ich wieder leicht und friedlich in den Tag leben kann.
Weiterlesen „~ vom Dreck befreien ~“

Zum heutigen Interview winkt uns eine Portion Freude, Spiel und Spass … Unser Botschafter windet sich selbstvergessen im Schnee. Ich verbringe eine lange Weile mit ihm (und bin nun selbst ganz ausm Häuschen), bevor wir miteinander kommunizieren:

Es ist der erste Schnee, und ich liiiiebe Schnee. Zu meinem Glück habe ich ein Frauchen, das das genießt und sich genauso darüber freut wie ich. Sie lässt mir Zeit zum Toben.
 
Einen speziellen Plan oder ein Geheimnis für dieses Glück habe ich nicht zu verraten. Es gibt kein Geheimnis. Hör mal, es ist ganz einfach: Ich sehe etwas, das mich begeistert – in diesem Fall den Schnee. Ich spüre, wie auch mein Herz sich freut, vergesse alles um mich herum und springe einfach los – hinein ins Vergnügen.
 
Heute ging das erst schief, weil ich noch an der Leine war. Die Leine spüre ich da gar nicht mehr. Wie gesagt, ich vergesse die ganze Welt um mich herum. Da musste ich erst noch n bisschen länger brav bei Frauchen laufen.
 
… ( ( Hund grummelt, dass wir Menschen auch immer so komische Regeln und Gesetze und bla bla haben ) ) …
 
...und dann ließ sie mich frei, und ich konnte nach Herzenslust im Schnee spielen.
 
Das tut soooo gut.
Weiterlesen „~ selbstvergessen ~“

~ Mit Liebe durch die Dunkelheit ~
Eine gemeinsame Weihnachtsreise voller Vertrauen und Führung.

Eisige Winterwinde umhüllen die Stadt, als Anna sich auf den Weg macht, um mit ihrer Familie Weihnachten zu feiern. Es wird ein besonderer Ausflug werden, eine Reise durch die stille Nacht, durch die dunkelste Dunkelheit zum schönsten Licht.

Der Schnee verwandelt die Landschaft in ein glitzerndes Wunderland. Wunderschön und gleichzeitig bedrohlich, denn Anna hat einen weiten Weg vor sich. Die Weihnachtsfeier wurde von ihrem Vater geplant und ist wie immer an einem besonderen Ort, an dem sie noch nie zuvor war. Anna erhielt kurz vor Abreise von ihrem Vater die Koordinaten, die sie in ihr Navigationsgerät eingibt. Es geht los. Straßen, Häuser, selbst Annas VW Golf („Golfi“) leuchten im sanften Licht der Weihnachtsdekoration, als sie losfährt; raus aus der Stadt, hinein ins Unbekannte.

Je weiter sie die Stadt hinter sich lässt, desto dunkler und unheimlicher wird die Nacht. Doch Anna wird angeleitet. Sie hat das Ziel eingegeben und wird nun durch die Finsternis geführt. Auch wenn sie selbst keine Ahnung hat, wo sie ist und welchen Weg sie nehmen soll, vertraut sie der Stimme der Navigation: „In 200 Metern links abbiegen“.

Die Dunkelheit ist undurchdringlich, Mond und Sterne verstecken sich hinter dicken Wolken, es schneit unaufhörlich. Dennoch fühlt Anna eine Wärme, eine tiefe, innere Wärme, die nicht nur von Golfis Heizlüftungen kommen kann. Die Navigationsstimme, immer ruhig und geduldig an ihrer Seite, meldet sich: "Nach Möglichkeit bitte wenden." Anna ist wohl vom rechten Weg abgekommen. Kein Problem, bloß ein kleiner Umweg. „Keinen Stress. Nur nicht nervös werden“, redet sich Anna gut zu, und bleibt so ruhig wie möglich. Sie vertraut der Stimme und kehrt um. Die Straßen sind nicht immer klar, die Sicht begrenzt, aber Anna verlässt sich darauf, dass ihre Navigation den besten Weg kennt – wie ein treuer Gefährte, der diesen Weg schon mal gegangen ist. Sie wird sicher ans Ziel geführt werden, wenn sie auf die Stimme hört.

Während sie so durch die Winternacht fährt und ihren Gedanken freien Lauf lässt, erkennt Anna Gemeinsamkeiten zwischen dieser Reise durch das schwarze Unbekannte und ihrem Leben hier auf Erden – manchmal dunkel, verschleiert, ungewiss, herausfordernd, und dennoch voller Schönheit, für die, die sehen wollen, und geführt, für die, die hinhören.

Die Straßen werden enger, aber Anna vertraut darauf, dass die Navigation, so wie die innere Stimme in ihrem Leben, sie sicher zum Ziel führen wird. Glücklich, die vertrauen.

In den Wirren des Lebens ist es oft schwer, die klare Route zu erkennen. Doch wie Golfis Navigation geduldig und liebevoll den Weg für Anna weist, so tut es auch die universelle Führung – für Anna, für dich, für mich, für uns alle. 

Anna denkt an Botschaften aus „Ein Kurs in Wundern“, dass der Heilige Geist (oder unsere Inspiration), stets an unserer Seite, uns immer wieder daran erinnert, dass wir niemals allein sind, dass das Licht immer da ist, ganz nah bei uns, auch wenn die Dunkelheit übermächtig erscheint. Das Licht der Liebe wird unsere Pfade immer erhellen. Es leitet und schützt uns. Auch auf den verschneitesten, schwärzesten Wegen unseres Lebens können wir nicht verloren gehen, wenn wir uns auf die Führung unseres inneren Meisters einlassen.

Die Straßen werden kurvenreicher, und Anna vertraut ihrer Führung. Aus dem Radio erklingt John Lennon und Yoko Onos „Happy Xmas (War is over)“, die Schneeflocken tanzen hoffnungsvoll im 3/4-Takt dazu, als die Navigation sie dazu anleitet, erneut abzubiegen. Eine kleine Schotterstraße, die in einen Wald führt. Anna schenkt ihrer Angst keine Aufmerksamkeit und folgt den Anweisungen – nicht wissend, was sich im Wald verbirgt, aber voller Gewissheit, dass es der richtige Weg ist.

So ist es auch mit unserem Lebensweg und unserer inneren Führung – wir mögen nicht immer verstehen, warum gewisse Dinge geschehen, warum der Weg manchmal so kurvenreich und unübersichtlich ist, aber wir dürfen darauf vertrauen, dass wir auf dem Weg zum Ziel sind.

Nun fährt Anna schon längere Zeit durch den stockfinsteren dichten Wald. Die Straßen werden deutlich schlechter, und Golfi arbeitet sich, über schneebedeckten Schotter, mutig voran. Die Dunkelheit verschluckt die Straße, die Grenze zwischen endendem Schotterweg und beginnendem Waldboden verschwimmen. Ob sie wirklich noch richtig ist?!? JA, Anna lässt aufkommende Zweifel wie Wolken weiterziehen, hält sie nicht durch ihre kreisende Gedanken gefangen und fährt beharrlich weiter. Sie gibt nicht auf. Sie hält den Kurs, fest entschlossen, dem Weg zu folgen, den die Navigation für sie vorgesehen hat. Schließlich hat sie am Anfang der Reise ihr Ziel ganz genau definiert.

Endlich ertönen die lang ersehnten Worte: „In 200 Metern haben Sie Ihr Ziel erreicht. Das Ziel liegt auf der rechten Straßenseite“. In der Waldlichtung vor sich, leicht erhöht, erblickt Anna ein festlich beleuchtetes, mit Schnee bedecktes Häuschen, inklusive Rauch aus dem Kamin – so richtig kitschig, romantisch … Der Parkplatz liegt an der Straße, mehrere Stufen führen hoch zum Häuschen. Ihr Vater hat seit jeher spezielle Ideen, seine Kinder zu überraschen, und findet immer das perfekte Plätzchen, um außergewöhnliche Feste zu feiern.

Bereits vom Parkplatz her locken Weihnachtsmusik und Lachen. Vorfreudig stapft Anna die Stufen durch den Schnee hinauf und erhascht immer wieder den Duft von frischen Vanillegipfile. Mmmmmmmmmmmmmhhmmm… 

Die ganze Familie ist bereits da, alle wohlauf, fröhlich, gesund, glückselig. Alle sind dem Ruf des Vaters gefolgt, alle haben ihre Zweifel überwunden und ihrer Navigation vertraut und alle haben das Ziel erreicht. Die Familie begrüßt sich mit offenen Armen, und gemeinsam wird das Fest der Liebe gefeiert. Auch wenn alle das gleiche Ziel hatten, so war doch jede Reise individuell. Rund um das offene Kaminfeuer erzählt nun jeder von seinem persönlichen Abenteuer. Anna teilt nicht nur ihren eindrucksvollen Reisebericht, sondern auch ihr Gedankenspiel – das Gleichnis des Vertrauens. Hierbei geht es um die Stimme der Führung, um Inspiration, und um helle sowie dunkle Abschnitte des Weges ... Du weißt schon. Du hast Anna ja treu auf ihrem Weg begleitet.

Heute haben wir eine Herde Hirschkühe entdeckt. Erst etwas erschrocken, sind sie schlussendlich sehr zutraulich und haben eine wichtige Nachricht für uns:

Huch, ich habe was gehört. Wir werden beobachtet. Menschen ... Hiiilfeeee...

Ah, nein. Doch keine Panik. Es sind Menschen-Freunde. Sie sind still, respektvoll, sie beobachten nur. Ich spüre ihre Wertschätzung und Liebe. Wir brauchen nicht zu flüchten. Wir können ruhig hierbleiben.

In unseren Augen und an den Ohren seht ihr Wachsamkeit, doch in unserem Herzen liegt nun eine tiefe Gelassenheit und Offenheit für euren Besuch.

Die Natur lehrt uns, aufmerksam zu sein, und die Liebe lehrt uns zu vertrauen. Hier stehen wir, gemeinsam, stark und vereint und im Vertrauen zu euch.

Möge dieses Bild euch einen Einblick in unsere Welt schenken und euch daran erinnern, wie viel Glück es bringt, die Schönheit und das Wesen der Natur zu ehren.
Weiterlesen „~ Zauber der Seelensprache ~“

Heute kommt ein Glückskäfer voller Elan zum Interview:

Hallo, hier bin ich!!!
Wow, gerade erst gelandet und schon ein Interview. ‚Warum bin ich nur so beliebt?‘

‚Warum nur geht es mir so unglaublich gut?‘ Ich bin voller Energie, hab immer was zu tun, bin weder unter- noch überfordert … Ich liebe es meiner Umwelt zu dienen, Glück zu bringen, und irgendwie kommt immer alles gut. ‚Wie mach ich das nur, dass sich alles so wundervoll ausgeht?‘
 
Stress hab ich keinen, und Notizzettel schon gar nicht. Ich lebe in den Tag hinein, schenke Glück, mache mein Ding und am Ende des Tages habe ich alles erledigt, niemanden vergessen – auch mich selbst nicht … ( ( Herr Marienkäfer blinzelt mir freudweise zu ) ) … Also, es ist sich alles irgendwie ausgegangen und hat sogar noch Spaß gemacht.
 
Ich frage mich ständig, wie das sein kann, dass das Leben so viel Freude macht – und bekomme immer eine Antwort darauf; manchmal die gleiche, manchmal eine andere, aber immer passend. Ja, ich verstehe es. Es geht mir gut und ich weiß auch warum … ( ( Herr Marienkäfer strahlt nochmals über das ganze Gesicht, verabschiedet sich freundlich und krabbelt weiter. Er hat ja ein Ziel … ) ) …

Weiterlesen „~ die Kunst der Selbstreflexion ~“

Frau Schildkröte holt gerade Luft. Als ich sie nach einem Interview frage, scheint sie etwas verwirrt und unsicher zu sein. Sie möchte so schnell wie möglich wieder abtauchen. Geht klar. Auf dieser Ebene der Tierkommunikation existieren weder Raum noch Zeit, und im Nu ist sie – auf der oberflächlichen Weltenebene – wieder abgetaucht und fühlt sich sicher.

Jetzt brauchte ich mal wieder Luft, zum Atmen.
 
Leider hab ich es noch immer nicht geschafft, ganz ohne Sauerstoff auszukommen. Ich kann zwar eine Ewigkeit unter Wasser bleiben, und mich immer wieder steigern, mich selbst herausfordern, wie lange ich es noch schaffe. In unserem Schildkröten-Wettbewerb, wer am längsten ohne Luft auskommt, bin ich die Beste.
 
Ich bin die Meisterin des Ausharrens, aber irgendwann muss sogar ich immer wieder auftauchen. Das ist meine Schwäche. Vor diesem Moment graut es mir jedes Mal.
 
Dabei muss ich nämlich meine verletzlichste Stelle in die Luft strecken. Das macht mir Angst, nun bin ich in Gefahr, allen schutzlos ausgeliefert, … aber ich brauche nun mal Luft ...
 
Aber ich übe weiterhin. Bald schaffe ich es, keine Luft mehr zu brauchen und für immer geschützt auf dem sicheren Grund bleiben zu können.

Weiterlesen „~ Pros und Kontras ~“