In manchen Momenten brauchen wir Hilfe von außen, Unterstützung aus unserer Umwelt. Doch nicht jedem fällt es leicht, diese Hilfe anzunehmen. Daher haben wir heute einen Experten zu diesem Thema. Er erzählt uns von seinem Dienst im Seniorenheim:

Ich bin gerade im Einsatz. Für ein kurzes Gespräch nehme ich mir Zeit – jedoch nur kurz, weil ich gerne mit meiner ganzen Aufmerksamkeit  hier bin.

Mein Job ist es, durch das Heim zu streifen, jeden zu begrüßen und eine wohlige Atmosphäre zu schaffen. Von fast allen Bewohnern habe ich schon das Herz erobert. Sie schenken mir ihr Lächeln, eine liebevolle Berührung, freundliche Worte. Meine Arbeit ist ein Traum: ich bin im Dienste der Menschen unterwegs, ich bin hier im Altersheim der Therapeut auf vier Pfoten und habe einen wichtigen Platz.

Sobald mich jemand braucht, bin ich zur Stelle. Ich kann die Menschen schon von weitem „lesen“, komme in ihre Nähe und bleibe, solange sie mich an ihrer Seite möchten. Wenn jemand traurig ist oder sich zurückzieht, bin ich da. Bei uns im Heim ist niemand lange alleine.

Die Streicheleinheiten sind nicht immer angenehm. Trotzdem halte ich still und bleibe beim Menschen, solange er mich benötigt und es auch für mich erträglich ist. Ich bleibe, weil ich ein gutes Gefühl habe, weil ich dem Menschen guttue. Das spüre ich in meinem ganzen Körper und das macht mich sehr glücklich. Dafür bin ich hier.

Die meisten Menschen freuen sich, wenn ich schnurre, meine Augen zudrücke und ihnen um die Beine streiche. Dann strecken sie ihre Hände aus und wollen mich berühren. Sie streicheln über mein Fell, fühlen meinen warmen, weichen Körper, spüren die Vibration meines Schnurrens.

Ja, ich bin ein wirklich wichtiger Therapeut hier – nicht nur für die Bewohner. Auch die jüngeren Menschen, die hier arbeiten, haben ihre Freude an mir. Wenn sie mich sehen, vergessen sie die Schwere für einen Moment; ihr Herz öffnet sich und ein ehrliches, warmes Lächeln macht sich in ihrem Gesicht breit.

Oh, wie ich meinen Dienst liebe, meine Bestimmung
Weiterlesen „~ glücklich im Dienst ~“

Hinter all den Botschaften bei HerzAugenBlick, steckt unter anderem meine Vision, dass du erkennst, wie sehr dich die Tierwelt liebt, dass sie immer für dich da ist und dir voller Freude ihre Unterstützung anbietet. Doch nicht nur die Tiere sind für uns da: wir sind alle mit allem verbunden. Somit können wir mit jedem Wesen, mit jeder Materie in Dialog treten; mit Pflanzen (wie im LoveLetter heute), mit Steinen, mit allem (auch mit Auto, Computer & Co)!

Für das heutige Interview habe ich in der Pflanzenwelt nach einer Weisheit zu „Selbstverantwortung“ gesucht und dieses Mädchenauge gefunden. Das zarte Wesen hat folgende sinnreiche Aussage für uns:

Blühen ist meine Bestimmung.

Meine Bestimmung zu erfüllen ist ganz einfach: wachsen und blühen. Das ist in mir drin, dazu muss ich mich nicht mal anstrengen. Ich wachse und blühe „ganz nebenbei“ während ich das Leben bestaune, mein Leben hier auf Erden erfahre.

Die meisten Blumen wachsen in der Wiese, ich wachse auf der Straße. Jeder hat seinen Platz – genau dort, wo er sein soll.

Nie habe ich mir über meinen Standort oder meine Daseinsberechtigung Gedanken gemacht, nie habe ich was anderes gewollt oder mein Leben hinterfragt.
Weiterlesen „~ Selbstverantwortung ~“

Max Karl Ernst Ludwig Planck wurde am 23. April 1858 in Kiel, Herzogtum Holstein geboren und starb am 4. Oktober 1947 in Göttingen.

Er war ein deutscher Physiker auf dem Gebiet der theoretischen Physik und gilt als Begründer der Quantenphysik.

Das ehemalige Zitat, „Es gibt keine Materie an sich. Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält.“, kommt aus seiner berühmten Rede von 1944 auf einem Physikerkongress in Florenz über „Das Wesen der Materie“:

„Meine Herren, als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.

Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses:
Es gibt keine Materie an sich.

Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält.

Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt […] so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche - denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht - , sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre!

Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen werden müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott!

Damit kommt der Physiker, der sich mit der Materie zu befassen hat, vom Reiche des Stoffes in das Reich des Geistes. Und damit ist unsere Aufgabe zu Ende, und wir müssen unser Forschen weitergeben in die Hände der Philosophie." 

(Quelle: Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft, Abt. Va, Rep. 11 Planck, Nr. 1797)

Als besonderen Schatz gibt es auf YouTube noch diese zwei Originalaufnahmen von Max Planck: über die Naturwissenschaft und die „höhere Macht“


zur Bibliothek im HerzAugenBlick

Heute erinnert uns eine Künstlerkatze daran, mal wieder alle viere von sich zu strecken und das Tempo zu drosseln:

So, jetzt is‘ aber mal Pause … ( ( die Künstlerkatze im Gitarrenkoffer gähnt und streckt sich ) ) …
Manchmal habe ich das Gefühl, Menschen können sich gar nicht entspannen – ständig im Schuss, immer am was tun.

Und dabei gehört doch das Ausruhen auch zum Leben dazu. Tun und ruh’n sind die Würze und Süße des Lebens.

Also ich habe jetzt genug getan und lieg drum im Gitarrenkoffer, Mitten in eurer Hektik. Dabei bleibe ich ganz bei mir und genieße das Dolcefarniente – egal, was um mich herum geschieht. Ich mach jetzt Pause.

Vielleicht steck ich ja den einen oder anderen hier an.
Weiterlesen „~ mach mal Pause ~“

Im heutigen Interview bleibt es ruhig. Frau Eule ladet uns auf ihren Posten ein.

Komm bitte du zu mir hoch. Ich werde mich nicht groß bewegen. Es geht darum zu beobachten. Einfach nur zusehen.

Ich sitze auf meinem Ast, schaue der Welt unter, über und neben mir zu und bewege höchstens mal meinen Kopf. Sonst gibt es nichts zu tun, nichts zu denken. Ich sitze einfach.

Wenn jedoch eine leckere Beute vorbeiläuft, dann verlasse ich meinen Posten und stürze mich augenblicklich drauf zu; leise und schnell wie ein Pfeil.

Nicht einmal bei dieser Aktion muss ich denken. Das geht alles blitzschnell. Das ist Instinkt.

Später beobachte ich wieder.

Es gibt nichts Weiteres zu tun, nichts zu denken – bis das Leben mich wieder einlädt zu handeln …
Weiterlesen „~ Beobachter-Posten ~“

Der heutige Botschafter erscheint nicht aufdringlich, aber sehr auffällig und motiviert uns gerne für unser kommendes HAB-Experiment: 

Mein Glanz sagt doch schon alles – ich bin hier, um dich daran zu erinnern, dass du deine Buntheit, dein Strahlen, dein Leuchten, deine ganze Pracht zeigen  darfst.

Zeig dich auf freien Feldern, zeig deine Größe, zeig deine Schönheit, lebe dein Leben, wie es gerade kommt. Du brauchst dich weder zu verstecken noch zu verbiegen.

Sei natürlich und sei stolz auf das, was du bist!

Ich weiß, wie sich ein gottgegebenes, natürliches Leben anfühlt. Seit ich in diese Welt geschlüpft bin, bin ich einfach ich und ich bin stolz darauf – selbst wenn ich durch meine Art manchmal auffalle und mich damit vielleicht auch in Gefahr bringe: ich bin ich, ich bin aus einem guten Grund hier und ich bin mir meiner Stärken bewusst. 

Also, Liebes, glänze auch du und strahle durch diese Welt. Sei, wer du wirklich bist  und verstecke dich um Gottes Willen nicht. Erkenne deine Stärken und zeige dich.
Weiterlesen „~ strahle in deiner ganzen Pracht ~“

Bei unserem heutigen Botschafter lächelt der ganze Körper und trotz meiner „sorgenvollen“ Frage (wie seine Vorsorge für den Winter aussieht), lässt er sich nicht aus seiner guten Stimmung bringen:

Mmmhm, schau nur wie wunderbar lecker. Grab mal deine Nase tief ins Laub, rieche die Erde und all ihre Schätze und Leckereien. Überall gibt’s jetzt was Feines zu finden.

Wenn du mich jetzt schon nach dem Winter fragst, bist du viel zu früh. Jetzt ist die Zeit zu ernten, das Leben zu feiern und sich den Bauch vollzuschlagen. Die magere Zeit kommt früh genug. Wieso soll ich mich jetzt schon damit beschäftigen, mir vielleicht sogar Sorgen machen? Das wäre schade um diese reiche Zeit. Das wäre reinste Zeitverschwendung. Der Winter kommt früh genug und dann lebe ich ganz in ihm.

Nun bin ich ganz in der Erntezeit und mein Bäuchlein lacht und meine Nase kann sich gar nicht mehr erholen vor lauter leckeren Gerüchen.

Die wichtigste Botschaft, jetzt, zu diesem Zeitpunkt, ist: genieße die Erntezeit mit all deinen Sinnen, lass dich von ihr verführen und lächle … lächelnder Bauch, lächelndes Herz, lächelnder ganzer Körper.
Weiterlesen „~ Erntezeit ~“

Neben der Erntezeit ist der Herbst auch für das Abschiednehmen bekannt, für Rückzug und Einkehr. Dieser (natürliche) Abschnitt des Lebens zeigt sich nun immer deutlicher und davon handelt der heutige LoveLetter:

Letzte Woche spazierte ich nämlich wieder mal an meiner Lieblingsblume vorbei; diese Blume, die ich im August noch als strahlende Pracht beschrieb. Die Blüten geben nun allmählich ihren Glanz ab, ihre Farben, ihr Leuchten, ihre saftige, vor Leben strotzende Fülle verwelkt. Sie wandeln sich … Gemeinsam sinnieren wir über das Leben.

a, es stimmt, unsere Blüten sind nicht mehr so prächtig, leuchtend und anziehend wie im Sommer.

Wir ziehen uns langsam zurück, aber noch sind wir da  und freuen uns über jeden Moment. Noch werden wir beachtet, erfreuen manch Menschenseele, erleben die wärmende Herbstsonne und den sanften mystischen Nebel.
 
Der Herbst ist eine besondere Zeit. Genauso wie der Sommer, gehört der Herbst zu unserem Leben  und wir möchten ihn nicht missen.
 
Jetzt ist alles viel ruhiger, gemächlicher, entspannter.
Wir dürfen uns gehen lassen, uns zurückziehen …
… und eines Tages wieder neu entstehen.
Weiterlesen „~ Verwandlung ~“

Wie das vorherige schenkt auch das heutige Interview Befreiung, irgendwie. Es geht darum, dass wir unsere Prioritäten ehrlich setzen, wir ganz allein. Aber hören wir erst die Füchsin, unsere heutige Botschafterin:

Stimmt, ich fühle mich nicht wohl hier auf der Straße. Meine Tarnung funktioniert hier ganz und gar nicht und ich fühle mich schutzlos. Trotzdem muss – nein, ich möchte (!) dieses Risiko auf mich nehmen, weil ich nämlich ein Ziel habe: Da hinten kenne ich ein Haus, das feine Essensreste vor die Türe stellt. Da finde ich immer genügend Futter und lecker ist es auch noch.

Du weißt ja, ich bin neugierig und schlau. Gefahr und Belohnung wäge ich sehr gut ab und hier hat die Belohnung gewonnen. Ich will diese Leckereien und ich tue es einfach, ich nehme den Weg dorthin auf mich.

Natürlich bin ich so vorsichtig wie möglich, achte auf den Weg und behalte beharrlich mein Ziel vor Augen – ich schaff das schon.
Weiterlesen „~ Prioritäten ~“

Heute habe ich zwar von meinem Interview mit einem Tintenfisch geträumt, komme jedoch nicht an diesem Kater, dem „Weihnachtskater“, vorbei. Allein sein Wesen strahlt alle Qualitäten dieser Zeit zwischen den Jahren aus. Es sind nicht viele Worte nötig:

Diese dunkle Zeit mag ich sehr; also auch sehr. Den Sommer mag ich nämlich schon auch. In den langen Tagen der warmen Jahreszeit ist es aufregend und spannend und jetzt ist es gemütlich und ruhig.
 Das ist eine willkommene Abwechslung.
 Überall liegen kuschelige Decken rum und auch meine Familie ist viel mehr bei mir. Sie verwöhnen mich sogar mehr – mit Leckereien, Streicheleinheiten und lieben Worten. Ja, diese Zeit hat was Heimeliges.
Weiterlesen „~ heimelige Zeit ~“