Lass deinen Blick weich werden.
Atme ein.
Spüre, wie die Luft deinen Körper erfüllt, sanft, ganz natürlich.
Atme aus.
Lass los.
Lass alles los, was du gerade noch festgehalten hast – die Gedanken, die Sorgen, das, was du noch tun musst, das, was war. Für einen Moment darf alles ruhen. Für einen Moment gibt es nichts zu tun, nichts zu erreichen. Sein, ganz in deinem HerzAugenBlick, präsent.
Heimat ist kein Ort im Außen.
Heimat ist ein Gefühl.
Es ist dieses tiefe, warme, wohlige Ankommen.
Hineingeben,
in die liebenden Arme, die dich vollkommen halten.
Eine kraftvolle, sanfte Umarmung, die nichts von dir erwartet, nichts verlangt. Kein „Mach‘s besser“, kein „Sei anders“. Nur ein „Ich liebe dich – genau so.“.
Du wirst einfach gehalten. Vertraut. Weich. Unendlich weit.
Es ist, als würdest du dich in weiche starke Arme fallen lassen. Ohne Angst. Ohne Zweifel. Es gibt nichts zu beweisen, nichts zu erklären. Nur Sein. Einfach da sein. Geliebt, gewollt, getragen.
So breitet sich das Wunder in dir aus und weit über dich hinaus – wie ein warmes Licht, eine Stille, die tief und weit zugleich ist. Grenzen verschwinden. Eins mit allem.
Heilung.
Spüre diese vertraute Wärme, die sich in dir ausbreitet. Sie beginnt in deinem Herzen und fließt sanft durch deinen ganzen Körper, in jede Zelle – sie umhüllt dich, belebt dich, erfüllt dich ganz. Ein sanftes Strahlen aus deiner Mitte.
Hier gibt es kein Müssen, kein Druck, keine Bedingungen. Nur wahrhaftes Sein. Und in diesem Sein liegt alles – Frieden, Liebe, Geborgenheit.
Nimm wahr.
Heimat ist das vollständige Ankommen, das tiefe Zuhause in dir. Wenn du dich erinnerst: Du bist genug. Du warst immer genug. Du bist gewollt, so wie du bist.
Atme ein.
Spüre, wie dieses Gefühl dich durchströmt.
Atme aus.
Lass dich noch tiefer hineinfallen.
Hier gibt es keinen Schmerz, keine Trennung, keine Schuld, kein Urteilen. Alles fühlt sich ganz und richtig an. Nur Wärme, tiefes Glück, Frieden. Liebe.
Du bist angekommen – und in Wahrheit warst du nie weg.
Zuhause ist jeder Augenblick, in dem dir klar wird:
Alles
ist
gut
.
~ * ~
Kannst du es spüren? Spürst du, wie du tiefer und tiefer in diesem Gefühl des Ankommens versinkst? Wie du dich fallen lässt in diese unendliche Umarmung?
Alles ist in Ordnung, auch wenn du es noch nicht sofort spürst. Dann ist eben der Kopf wieder mal im Vordergrund … Unser Denken will uns festhalten – in Vergangenem, in Zukünftigem. Es sucht nach Erklärungen, analysiert, will verstehen, anstatt einfach zu fühlen und zu vertrauen. Doch Frieden kann man nicht denken, man kann ihn nur erfahren.
Genau das üben wir: das Grübeln loslassen, sanft zurückkehren in das, was immer da ist. Es ist ein Üben, ein Hineingeben, Wieder-Erinnern, Zurück-Finden. Wir können es uns zur Gewohnheit machen, uns mit dem Herzen zu verbinden, immer mehr unser inneres Zuhause zu fühlen. Es ist jetzt und schon immer da und in jedem von uns – auch in dir! Dieser Ort der Geborgenheit, des Friedens, dieser unendliche Raum, nach dem wir uns alle sehnen. Manchmal braucht es Übung und Geduld, aber jeder Schritt, den du in diese Richtung machst, führt dich näher.
Ich verspreche dir: diese Liebe, diese Geborgenheit ist immer in dir, in jedem von uns. Heimat. Und mit jedem Atemzug, mit jedem Moment des Innehaltens spürst du es mehr und mehr und erlaubst, in dein Leben zu strahlen. Lass dich darauf ein – es ist deine Reise nach Hause, zu dir selbst.
Und plötzlich weißt du, dass du immer schon gewusst hast, dass es diesen Raum gibt – jenen Ort, an dem du ganz du selbst sein kannst, in der vollständigen Geborgenheit deiner Präsenz.
Und plötzlich passiert es wieder, dass wir uns scheinbar verirren, dass wir glauben, uns von unserer Präsenz entfernt zu haben. Wie oft fühlen wir uns selbst fremd, verloren in unserer Welt, mit all ihren Anforderungen, Gedanken und Sorgen?
Aber in diesem Moment, hier, in dieser Stille, erinnerst du dich. Und das zählt! Du erinnerst dich, dass du nie wirklich weg von Zuhause warst. Du bist immer getragen, immer geliebt – so, wie „der verlorene Sohn“ aus dem Lukasevangelium. Ich liiiebe diese biblische Geschichte.
Das Gleichnis vom verlorenen Sohn – und die Rückkehr nach Hause
Kennst du das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Link oben)? Vielleicht berührt es dich so wie mich … Ein junger Mann, der alles aufgab, auf der Suche nach etwas, das er nie wirklich verlieren konnte: Liebe.
Auf seiner Reise entfernte er sich von allem, was ihm vertraut war. Er dachte, er müsse alles selbst finden, sich beweisen, sich von der Liebe seines Vaters loslösen, um wirklich frei zu sein.
Doch je weiter er sich entfernte, desto mehr spürte er, was er (scheinbar!) verlor – die Geborgenheit, die Liebe, seine Heimat. Am tiefsten Punkt, als alles verloren schien, machte er sich auf den Weg zurück. Zurück zu dem Ort, den er verlassen hatte, voller Schuldgefühle zurück zu seinem Vater.
Doch der Vater wartete nicht mit Vorwürfen auf ihn. Er rannte ihm voller Freude entgegen. Der Sohn machte sich klein, schämte sich, doch der Vater umarmte ihn einfach – mit dieser unermesslichen Liebe, die nichts anderes wusste als: „Du bist mein Kind, mein Ein und Alles. Du bist immer willkommen.“
Und genau so ist es auch mit uns. Wir sind auf der Suche, gehen unsere eigenen Wege, denken, dass wir alles alleine bewältigen müssen, dass wir uns verlaufen haben, verrannt … Doch egal, wie weit wir uns entfernen, wie sehr wir uns verlieren – unser Zuhause, die Liebe, ist immer da. Sie ist unendlich, bedingungslos. Sie wartet nur darauf, uns mit offenen Armen zu empfangen …
… und wir kehren zurück, zurück zu uns SELBST, irgendwann, so wie der „verlorene“ Sohn. Das ist sicher. Wir werden uns gewahr von diesem Ort in uns, unserer Heimat, voller Liebe, Ruhe und Frieden, dem Ort von dem wir niemals wirklich getrennt waren.
Wenn du also zurückkehrst – sei es mit einem Schritt, einem Atemzug, einem Gedanken – dann erinnere dich daran: Du wirst mit offenen Armen empfangen, unabhängig was du glaubst (nicht) getan zu haben. Du kannst dich vertrauensvoll in die Liebe fallen lassen, die dich erwartet. Du bist zu Hause. Willkommen. Genau hier, genau jetzt.
Es ist dieser Moment, in dem du spürst, dass du nie wirklich weg warst. Du hast nie aufgehört, zu Hause zu sein. Alles, was du je gesucht hast, war immer da – in deinem eigenen Herzen. Und dieser Moment, in dem du dich daran erinnerst, ist der Moment, in dem du symbolisch in die liebenden Arme des Vaters fällst, geliebt, „genau so, wie du bist“, in den unendlichen Frieden, der nur darauf wartet, dich zu umarmen – und dir zu sagen:
„Alles ist gut. Du bist zuhause.“
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