Die heutigen Schätze wissen wohl auch, wie sie ticken und stehen zu 1000% hinter sich. Sie teilen mit uns eine wichtige Grundeinstellung für unerschütterliches Selbstvertrauen:

 Also, wenn ich mal zu Wort kommen darf … ( ( es meldet sich der linke Mops, der nach oben schaut ) ) … Ich bin gerne ein Mops!

 Auch kleine machen Freude und wir haben gleich viel Freude wie große Hunde. Wir springen durch die Wiese, spielen und kuscheln wie jeder andere – und hier kommt schon der große Vorteil: als Mops werde ich viel öfter gehätschelt und getätschelt, liebkost, in den Arm genommen … Vielleicht gibt es Menschen, die glauben, dass sie Möpse nicht mögen, aber ich weiß es besser: Ich bin der Liebling aller!

 … ( ( der Mops vorne rechts, der grad nach unten schaut, pflichtet seinem Kumpel bei ) ) … Ja. Mhmmm. Ja, das stimmt … ( ( er nickt die ganze Zeit ) ) … Wenn Frauchen mit uns spazieren geht, drehen sich alle nach uns um und wollen uns streicheln.

Mir ist schon klar, dass ich etwas klein und rundlich bin, aber – ich möchte in keiner anderen Haut stecken! Ich bin Mops mit Leib und Seele  und fühle mich mopswohl.

 … ( ( alle Möpse biegen sich vor Lachen ) ) …

Weiterlesen „~ Möpse mit Leib und Seele ~“

Frau Rotkehlchen sitzt auf dem Geländer einer Brücke, über die ich hastig laufe, weil ich spät dran bin. Ein Blick zu ihr und sie zaubert mich in den Moment zurück:

 Augenblick mal … ( ( dabei bleibt sie ruhig sitzen und sieht mir mit ihren wunderschönen Augen direkt ins Herz ) ) …

Wenn du so schnell an mir vorbeiläufst muss ich wegfliegen. Das ist ein Reflex. Das muss ich tun. Das haben wir seit jeher so gelernt. Nur haben wir dann kaum was von unserem Aufeinandertreffen. Willst du das wirklich?

Wir Tiere suchen immer wieder den Kontakt mit euch Menschen, aber das geht nur, wenn ihr in der Ruhe seid; wenn ihr nicht an das denkt, was ihr erlebt habt oder was ihr noch tun müsst. Nur wenn ihr in diesem Augenblick seid, kann eine Verbindung entstehen.

Wenn ihr im Hier und Jetzt  seid, ist euer Herz offen für den Augenblick, offen für Gefühle, offen für tiefe Begegnungen. Dann können wir uns vertraut machen, einander zuhören, voneinander lernen.

Weiterlesen „~ Augenblick mal ~“

Diese Woche war ich mit einer Freundin und unserem Hunderudel auf einem abenteuerlichen Spaziergang. Unterwegs sahen wir einen kleinen Nager auf der Schneeoberfläche herumwuseln. Er sah aus wie ein Siebenschläfer; vielleicht war es auch eine große Wühlmaus. Auf jeden Fall inspirierte mich diese Begegnung einen Siebenschläfer über sein Leben zu befragen …

Mmmmhm … ( ( er grummelt genüsslich vor sich hin ) ) …  schlafen ist sooo schön und so fein.

Ich liege und schlafe und bin versorgt. Es kann mir nichts passieren. Ich brauche mich um nichts zu kümmern.

Während ich schlafe bin ich mir sogar sehr unsicher, ob ich überhaupt wieder aufwachen möchte. Es ist ja sooo so fein …

Aber plötzlich kribbelt es mich im ganzen Körper und ich will einfach nur noch raus. Leben. Freiheit spüren. Die frische Luft atmen und mich verlieben.

Wenn ich mich daran erinnere, glaube ich, dass doch das Wachsein das wahre Leben  ist. Und da will ich raus!

Aber schlafen ist auch schön …

Weiterlesen „~ weiterschlafen oder aufwachen ~“


Diese Woche besuchte uns schon der Frühling und heute besuchen wir die Raupen des Tagpfauenauges auf ihrem Lieblingsgrün. Ich freue mich schon so auf die Schmetterlinge. Von den Raupen schallt nur ein Wort herüber – und dies einstimmig:

Fressen, fressen, fressen … ( ( dabei beißen die Raupen genüsslich in die Blätter, kauen schnell, schlucken und beißen erneut ) ) …

Weiterlesen „~ Zuversicht ~“


Heute ist Valentinstag, Tag der Liebe. Daher offenbart uns eine Katze ihre ganze Liebe zu ihren Menschen. Dieser Brief ist wunderbar zu lesen, ist aber nur eine Anregung für den persönlichen Brief an dich. Lass die Liebe zu dir fließen und beschenke dich selbst damit:

Geliebter Mensch

Weißt du eigentlich, wie glücklich ich bei dir bin? Ich zeige es dir  sehr oft in meiner Sprache, aber die verstehst du nicht immer. Endlich habe ich die Chance, dir in deiner Sprache zu sagen, wie wohl mir mit dir ist. Gemeinsam erleben wir Abenteuer und gemeinsam können wir uns von ihnen ausruhen und kuscheln. Mein Leben bei dir ist mein Traum! Du bist mein geliebter Mensch.

Umso mehr tut es mir leid, dass ich dich manchmal ärgere und nicht so artig bin, wie du das gerne von mir hättest. Aber ich kann nichts dafür. Ich bin eine Katze. Ich muss alles ausprobieren und ja, ich muss auch auf den so verbotenen Küchentisch springen; wieder und wieder und wieder. Ich kann nichts dagegen machen. Vom Boden sehe ich nämlich nicht hinauf und vielleicht gibt’s ja was Tolles für mich; etwas, das ich inspizieren könnte oder mir zum Spielen ausleihen oder fressen. Das ist alles schon da gewesen … Jetzt verstehst du  bestimmt: ich muss raufspringen und nachsehen.

Ich bin halt neugierig; bin an einfach allem interessiert. Und ich kann gut springen. Ich bin so geschickt, ich komme überall hin. Wenn du wüsstest, wo ich schon überall war und du eben keine Ahnung hast … Eigentlich kannst du stolz darauf sein, was für eine clevere und wendige Katze du mit mir hast!

Dafür brauchst du dir um mich und meine Gefühle auch keine großen Sorgen machen. Ich weiß, dass du mich liebst! Wenn du mal unpässlich bist oder nicht mit mir spielst, ist das okay. Ich bin dir nicht böse; nicht einmal, wenn du dich unfair mir gegenüber verhältst. Oder wenn mir unendlich langweilig ist, ich unbedingt was mit dir gemeinsam unternehmen möchte und du mich einfach ignorierst. Ich bemerke schon, dass ich dir eigentlich wichtig bin und dass du möchtest, dass es mir gut geht. Du wirst deine Gründe haben, wenn es mal nicht nach meinen Wünschen geht. Ich liebe und akzeptiere dich so, wie du bist!

Niemals, in meinem ganzen Leben nicht, möchte ich, dass du unglücklich bist – oder noch schlimmer: dass du bereust, dass du mich zu dir geholt hast. Ich hab dich ja so unheimlich lieb und möchte nur bei dir sein. Ich möchte, dass du mit mir genauso glücklich sein kannst, wie ich es mit dir bin.

Das Leben ist herrlich und wir beide passen so gut zusammen. Gemeinsam haben wir ein wundervolles Leben. Wir haben einander. Gemeinsam können wir uns jeden Tag fordern und fördern – liebevoll, wohlgemerkt … ( ( sie drückt lächelnd ihre Augen zu ) ) …

Mir ist klar, dass, wenn wir mal streiten und Wut im Bauch haben, dass es nur einen kurzen Moment anhält und dass wir beide eigentlich wissen, wie sehr wir uns liebhaben und dass unsere Leben miteinander so viel mehr Wert haben.

Mein lieber Mensch, ich vertraue dir. Ich schenke dir mein Leben.
Weiterlesen „~ Liebesgrüße ~“


Diese Woche wird unsere Geburtstagsfeier-Woche. Als Vorbild habe ich Herrn Amsel zu uns eingeladen – stellvertretend für alle fröhlich zwitschernden Sänger*innen, die uns gerade recht zahlreich von den Hausdächern zum Aufstehen animieren

Heut ist so ein schöner Tag … ( ( lalalala ) ) … Lasst uns singen!

Lasst uns singen, für all die Schönheit, das Wohlbefinden, das Getragen-Sein auf dieser Erde. Ich liebe es!

Wir sind behütet und umsorgt. Wir dürfen das Leben genießen und singen … ( ( und er zwitschert wieder weiter aus voller Seele ) ) …
Weiterlesen „~ singen und feiern ~“


Zwei Delphine klären uns auf, wie wir ganz leicht ein freudvolles Leben führen können.

Jipppiiieeeeeeeee

und noch ein Sprung 

… ( ( diese Delphine toben, lachen und haben offensichtlich die größte Freude ) ) …

Geliebte Menschen.

Unsere Empfehlung an euch ist, die Sorgen des Lebens nicht so ernst zu nehmen.

Ja, eure Luft ist nicht mehr die beste und das Meer verschmutzt. Sollen wir uns nun auf den Boden sinken lassen und Trübsal blasen? Das wäre doch die größte Verschwendung unserer Lebenszeit  hier auf Erden. Wir können es nicht verändern. Wir suchen keinen Schuldigen und sind dem dann böse. Es ist nun mal so, wie es ist. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.

Bäh, … ( ( der Delphin schüttelt seinen Kopf ) ) … mir wird schon übel, wenn ich euch nur kurz darüber erzähle und ihr lässt euch täglich und freiwillig mit solchen Nachrichten hinunterziehen; tief und immer tiefer. Nein, so schrecklich ist das Leben nicht. … ( ( der Delphin springt nun besonders hoch nach oben ) ) …

Wir Delphine fühlen ganz besonders mit diesem Planeten mit; mit allem Leben hier; auch mit euch Menschen. Wir alle haben unendliche Energie und Lebensfreude … Wir können Leid leicht in Zufriedenheit transformieren. Wir sind mit unserer unbändigen Lebensenergie für jeden da. Am liebsten stecken wir die ganze Welt mit dieser Heiterkeit an und jetzt gerade sind wir so sehr glücklich, dass du bei uns bist, dich von uns anstecken lässt und dieses Glück weiter in der Welt verbreitest.

Mach dir keine Sorgen. Wir wissen, dass wir alle zusammengehören und wir halten zusammen. Die Welt ist nicht so schlecht, wie ihr sie mit euren Augen wahrnehmt. Die Welt ist gut und alles erfüllt seinen Zweck. So dürft ihr auch traurig sein, wenn ihr entschieden habt, dass das euer Zweck ist.

Alles ist gut.
Weiterlesen „~ pure Lebensenergie ~“


Die heutige Botschaft kommt aus einer staubtrockenen Gegend, ist aber alles andere als öde und langweilig. Ein Kamelhengst verratet uns sein persönliches Erfolgsrezept durch die Wüste:

Gute Entscheidung, miiich nach einer Botschaft für die Menschen zu fragen.

Ich lebe schon lange und bin mit den Menschen viel gereist … … ( ( er kaut n paar Mal auf seinen Zähnen, bis er weiter spricht ) ) …

Hier in der Wüste sieht alles gleich aus. Man hat das Gefühl, man komme nicht vom Fleck, egal wie viele Kilometer man schon gegangen ist. Man könnte meinen, man drehe sich im Kreise ...

Überall glaubt man diese Farbe, dieses Sandkorn, diese Düne schon gesehen zu haben und an diesem abgestorbenen Ast sei man sicher vor ein paar Kilometern bereits vorbeigekommen … So glaubt man. Das alles ist aber nur Lug und Trug! Dein Kopf, deine Gedanken, spielen dir einen Streich.

Du musst wirklich hinsehen. Schau dir die Umgebung genau an, ganz tief mit deiner Seele, mit deinem Herzen. Nimm die Energie auf, spüre in dich. Dann erkennst du sehr schnell und klar, ob du noch in die gewünschte Richtung gehst oder ob du vom Weg abgekommen bist oder ob du dich gar im Kreise drehst und immer wieder an deinem Ausgangspunkt startest.

Ich bin der Anführer unserer Gruppe. Wenn meine Menschen weiterziehen wollen, bin ich ganz vorne und weise die Richtung. Auch wenn ich diesen Weg noch nie gegangen bin, weiß ich, wo die nächste Wasserstelle und das nächste nahrhafte Blatt auf uns wartet. Ich weiß es, weil ich mir und meinem Gefühl vertraue.

Wenn ich die Karawane durch die Wüste führe, muss ich meine Gedanken komplett abschalten. Es gibt nichts, an dem sich mein Kopf orientieren könnte. Denken führt mich nur in die Irre. Wenn ich als Leittier durch die Wüste führe, bin ich ganz in meiner Kraft. Ich fühle die Energie – meine Energie, die Energie meiner Kamel- und Menschengruppe und vor allem, die Energie der Erde. Ich kann mich nicht verlaufen, wenn ich mich auf mein Gefühl verlasse.

Wie gesagt, meine Lieben, ich bin schon uralt und schon viele Kilometer durch die Wüste gelaufen. Ich weiß es. Wenn du nichts findest, an dem sich dein Verstand orientieren kann, dann schalte ihn aus und höre auf dein Gefühl. Nachdem du diese Entscheidung getroffen hast, darfst du nicht mehr zulassen, dass sich dein Verstand wieder einschaltet. Niemals. Du hast dich am Anfang genau versichert, dass dein Verstand hier keine Chance hat. Wenn du ihn jetzt wieder dazwischen plappern lässt, hast du verloren. Das wäre sehr unklug. Auch meine Menschen vertrauen mir und diesem Gefühl.

Ich kann nur sagen: wenn du mal durch die Wüste gehst, musst du auf die Energien in dir und um dich achten, deinen Verstand ausschalten und deiner Intuition als Orientierung vertrauen. Sonne, Sterne und Erde werden dir den richtigen Weg weisen, wenn du auf sie hörst.

Neben dem unerschütterlichen Vertrauen in dich und deine Umgebung, ist durch die Wüste noch eine Eigenschaft essenziell: Durchhaltevermögen!
Weiterlesen „~ mit Vertrauen und Durchhaltevermögen ~“


Als Fortsetzung zur letzten Botschaft, bitte ich heute um eine Weisheit zum Thema „Durchhaltevermögen“. Der Kamelhengst vom letzten Sonntag findet diese Eigenschaft essenziell, liefert uns aber keine Erklärung dazu. Diesbezüglich meldet sich heute die Stechmücke …

Bezüglich Durchhaltevermögen möchte ich gerne meinen Beitrag leisten. Darin bin ich große Meisterin – und ihr oftmals die Geplagten. Das tut mir wirklich leid!

Mir ist klar, dass es für Menschen und Tiere unangenehm ist, wenn ich mir von euch das Blut hole. Aber ich brauche euer Blut unbedingt, damit meine Kinder überleben können. Versteht ihr das?

Hätte ich nicht diese wichtige Aufgabe, würde ich euch sofort in Ruhe lassen. Aber so werden wir Stechmücken euch weiterhin belästigen. Dafür muss ich mich nicht entschuldigen, aber ich möchte mich bedanken. Im Namen aller Blutsauger bedanke ich mich  hiermit für euere Unterstützung. 

Es ist nun mal so. Meine Babys brauchen die Nährstoffe  aus dem Blut. Das ist in unserer Schöpfung vor vielen vielen Millionen Jahren so angelegt worden. Der Kreislauf beginnt: Stechmücken holen sich Blut um zu überleben, der Wirt fühlt sich belästigt und will, dass wir sterben oder abhauen, dass wir für immer wegbleiben. Wir aber brauchen das Blut fürs Überleben und kommen wieder. Wir müssen wieder kommen, weil wir unsere Art erhalten wollen. 

Dies ist der Kreislauf, der mich zum Experten fürs Durchhaltevermögen macht.

Auch wenn ich verjagt werde – ich versuche es wieder.

Auch wenn ich spüre, dass man mich töten will – ich stelle mich dieser Herausforderung und versuche es immer wieder.

Ich höre nicht auf, ich lasse nicht locker. Ich muss weiter versuchen.

Mein Aufgeben würde zu meinem Aussterben führen. Das ist aber nicht im schöpferischen Plan  vorgesehen.

So fügen wir uns dem Kreislauf von geboren werden, Nachkommen aufziehen und sterben. Alles gehört dazu und alles ist vergänglich.  Mein Leben ist genau so flüchtig, wie mein Stich auf eurer Haut. Er entsteht, manche Menschen spüren ihn kaum, für manche ist er eine Zeit lang sehr unangenehm, aber früher oder später verschwindet er wieder. Das ist Leben.

Mein Trick, um auf dem Weg zu bleiben, also mein Durchhalte-Tipp für dich: das Ziel kennen, sich dem Instinkt anvertrauen, darüber nicht nachdenken, sich nicht schuldig fühlen, wissen, dass alles zum schöpferischen Kreislauf gehört und so lange weiter versuchen, bis du am Ziel bist. Auch wenn es nicht gleich klappt, auch wenn du fällst oder verscheucht wirst, immer wieder einen neuen Anlauf wagen – mit dem großen Ziel vor Augen: Leben.
Weiterlesen „~ das Ziel vor Augen ~“

Die Ausdrücke „Schatz aus der Krise“ (sandraisch), „was mich nicht umbringt, macht mich stärker“ (philosophisch) oder „Posttraumatisches Wachstum“ (wissenschaftlich) weisen alle darauf hin, dass der Mensch aus einer schwierigen Situation größer und stärker herausgehen kann, als er vor diesem Ereignis war. Und das ist nicht nur einfaches positives Denken … Seit den 1990er Jahren beschäftigt sich die Traumaforschung nicht nur mit den psychischen Beeinträchtigungen sondern genauso mit den positiven Auswirkungen eines Traumas; die Forscher selbst werden zur Schatzkarte und suchen nach dem Geschenk in diesem alles erschütternden Lebensereignis. So konnten sie einige Schätze finden, bergen, untersuchen und die Theorie vom posttraumatischen Wachstum wissenschaftlich bestätigen.

Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass posttraumatisches Wachstum nicht die Ausnahme, sondern die Regel ist. Nach Studien sind 60 – 80% der Menschen, die eine tiefgreifende Krise durchlebt haben, dadurch langfristig zufriedener und stärker geworden und sogar bis zu 90% von Trauma-Überlebenden erfahren mindestens einen Aspekt des posttraumatischen Wachstums.

Schätze des posttraumatischen Wachstums:

  • Intensivierung der Wertschätzung des Lebens: Der durch das traumatische Erlebnis ausgelöste Reifungsprozess führt zu einer Veränderung der Prioritäten. Die Bedeutung der kleinen, alltäglichen Dinge nimmt zu. Materielle Dinge verlieren an Wert, persönliche Beziehungen gewinnen an Wert.
  • Intensivierung der persönlichen Beziehungen: Das traumatische Ereignis hat einen Teil der alten Beziehungen zerstört. Die überlebenden Beziehungen („in der Not erkennt man die wahren Freunde“) werden intensiviert. Gleichzeitig nimmt die Fähigkeit zur Empathie zu. Traumabetroffene Personen empfinden ein erhöhtes Mitgefühl mit anderen, vor allem mit notleidenden Menschen.
  • Bewusstwerdung der eigenen Stärken: Gerade durch das Bewusstwerden der eigenen Verletzlichkeit wächst auch das Gefühl der inneren Stärke. Man weiß nun, dass zwar die Sicherheit im Leben jederzeit angreifbar ist, aber auch, dass man die Folgen schlimmer Ereignisse meistern kann.
  • Entdeckung von neuen Möglichkeiten im Leben: Nachdem alte Ziele zerbrochen bzw. entwertet wurden, sucht man nun nach neuen Zielen und Aufgaben. Dies kann mit einem Berufswechsel oder mit intensivem sozialen Engagement verbunden sein.
  • Intensivierung des spirituellen Bewusstseins: Das durch das traumatische Ereignis herbeigeführte Grenzerlebnis wirft existenzielle Fragen auf. Die daraus resultierenden Reflexionen über den Lebenssinn und / oder über Gott können zu einer größeren spirituellen Erkenntnis und zu größerer innerer Zufriedenheit führen.
  • Klarheit: Diese schmerzvollen Rückschläge und Erfahrungen verschaffen der betroffenen Person Klarheit, was sie tatsächlich will und nicht will und v. a., was sie tatsächlich braucht. Dadurch kann sie authentischer und glücklicher leben.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass aus einem Verlust ein Gewinn entsteht. Die Traumabetroffenen erkennen die im Leben angelegten Paradoxien (z. B. Verletzlichkeit und Stärke). Diese führen zu dialektischem Denken und damit zu einem Zugewinn an Reife und Weisheit.

Schatzkarte für das posttraumatische Wachstum:

  • Man muss damit umgehen lernen, dass das Leben unsicher ist und darf sich dabei nicht einschüchtern lassen.
  • Man muss bewusst mit den eigenen Emotionen umgehen, sie zunächst wahrnehmen, sie verstehen und akzeptieren. Dies führt zur emotionalen Selbsteinsicht und Reflexion.
  • Man muss zur Einsicht gelangen, dass man selbst Verantwortung trägt, für sich, für seine Taten, für sein Leben. Dabei darf man sich in der Krisensituation nicht als Opfer sehen. Die eigene Autonomie und Selbständigkeit muss klar wahrgenommen werden.
  • Man muss wissen, „wenn eine Tür zufällt, geht eine andere auf“, und mit diesem Vertrauen nach neuen Möglichkeiten und Optionen Ausschau halten und sie auch ergreifen.

Dies ist der erklärte Weg, um aus Schicksalsschlägen und traumatischen Erlebnissen gestärkt hervorzugehen. Das hab ich von den verschiedensten Psychologen in Studium und Fachliteratur gelernt, so arbeite ich mit Menschen in Krisen und diese Betrachtungsweise hilft auch mir täglich, die verborgenen Schätze der Herausforderungen in meinem Leben zu erkennen.

Mir ist klar geworden, dass auch unsere Tiere diese Schatzkarte kennen und sie uns immer wieder vor die Nase halten. Wir aber trauen ihnen das nicht zu, sehen einzig einen alten, unbrauchbaren Fetzen Papier (mit dem sie uns sicher bloß ärgern wollen …) und schieben unser Tier zur Seite, weil es uns im Wege steht. Glaube mir: sobald du ein Tier zuhause hast, hast du auch die Schatzkarte für ein Leben voller Zufriedenheit zuhause. Und falls du kein Tier hast, begib dich in die Natur; dann streckt dir die Natur freudig eine Schatzkarte entgegen – wir müssen nur aufmerksam sein, zuhören und uns darauf einlassen, immer und immer wieder.

(eigene Gedanken und Teile aus Wikipedia; vollständiger Wikipedia-Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Posttraumatisches_Wachstum )


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